HerzMobil NÖ begleitet sieben Menschen im Weinviertel
KI-Bild HerzMobil NÖ ist seit August im Weinviertel aktiv. Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf betreut dort bereits sieben Patientinnen und Patienten.
HerzMobil NÖ betreut seit August auch Patientinnen und Patienten im Weinviertel telemedizinisch. Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf betreut dort bereits die ersten sieben. In der Thermenregion startete das Programm vor einem Jahr.
In Österreich leiden rund 300.000 Menschen an chronischer Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt. In Niederösterreich kommt es dadurch jährlich zu etwa 25.000 Klinikaufenthalten. Bei einer Herzinsuffizienz versorgt das Herz den Körper nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff. Atemnot, eingeschränkte Belastbarkeit, Wassereinlagerungen und wiederholte Klinikaufenthalte können die Folge sein.
Patientinnen und Patienten übermitteln täglich ihre Messwerte
Die Teilnahme dauert zunächst drei Monate und kann bei Bedarf auf sechs Monate verlängert werden. Mit einem Smartphone, einer Waage und einem Blutdruckmessgerät erfassen die Patientinnen und Patienten täglich ihre Werte. Diese werden automatisch an das Betreuungsteam übermittelt.
Der Spitalsaufenthalt bildet den Startpunkt der Betreuung. Nach der Entlassung ergänzt die telemedizinische Begleitung die Versorgung. Regelmäßige Kontrolltermine im niedergelassenen Bereich sichern sie ab. Das Landesklinikum arbeitet dafür mit niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten für Innere Medizin sowie Allgemein- und Familienmedizinerinnen und -medizinern zusammen. Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege mit der spezifischen Weiterbildung Herzinsuffizienzberatung sichern gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten die Versorgungskontinuität.
Das Programm soll die Erkrankung stabilisieren, die Therapie verbessern, Spitalswiederaufnahmen vermeiden und die Lebensqualität erhöhen. Land Niederösterreich, NÖ Landesgesundheitsagentur, NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und Ärztinnen- und Ärztekammer für NÖ führen das Projekt gemeinsam durch. NÖGUS und Sozialversicherungsträger finanzieren es. Für die Startphase sind 2026 fünf bis zehn Patientinnen und Patienten vorgesehen. 2027 soll die Zahl auf 20 steigen. Langfristig könnte HerzMobil NÖ jährlich bis zu 2.000 Patientinnen und Patienten in ganz Niederösterreich begleiten.
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