Höhere Lkw-Maut könnte kleine Transporteure in Tirol belasten

Die Wirtschaftskammer Tirol warnt, weitere Mauterhöhungen könnten kleine Transporteure besonders treffen und die Inflation weiter anheizen.
Die Wirtschaftskammer Tirol warnt vor weiteren Erhöhungen der Lkw-Maut. Präsidentin Barbara Thaler und Ulf Schmid, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Tirol, sehen dadurch besonders kleine Transporteure im Nachteil. Nach Darstellung der Kammer liegt Österreich bei den Lkw-Mauttarifen bereits im EU-Spitzenfeld, während die Arbeiterkammer weitere Erhöhungen fordert.
Thaler zufolge gelten auf dem Tiroler Abschnitt zwischen Kufstein und Brenner die höchsten Mauttarife Österreichs. Internationale Frächter nutzten Tirol oft nur als Etappe auf einer längeren Strecke. Heimische Transporteure und Betriebe seien dagegen täglich auf den Straßen unterwegs.
Kleine Transporteure könnten zusätzliche Kosten im internationalen Wettbewerb oft nicht weitergeben. Thaler zufolge bestätige dies die aktuelle AK-Studie. Sie warnt, weitere Mauterhöhungen könnten heimische Betriebe vom Markt verdrängen und Arbeitsplätze vor Ort gefährden.
Schmid verweist auf Kosten und Preisdruck
Schmid hält die Forderung der Arbeiterkammer für unverständlich. Er verweist auf hohe Personal-, Fahrzeug-, Energie- und Finanzierungskosten sowie den internationalen Wettbewerbsdruck. Die Betriebe seien bereits an ihrer wirtschaftlichen Belastungsgrenze.
Können Transporteure höhere Mautkosten an ihre Kunden weitergeben, würden Lieferungen und Produkte teurer, sagt Schmid. Thaler und Schmid kritisieren, die Arbeiterkammer rechne zwar die Kosten des Lkw-Verkehrs vor, berücksichtige aber nicht, was ohne Transporteure stillstünde. Ohne sie blieben Supermarktregale leer, Baustellen stünden still und die Gastronomie wartete auf ihre Waren. Beide nennen die Kritik an der Transportwirtschaft einseitig und fehl am Platz.
Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.
Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.