Innsbruck probt Trinkwasser-Notfall mit fünf Krisenstäben

Im fiktiven Szenario näherte sich die Notaufnahme der tirol kliniken wegen der steigenden Zahl dialysepflichtiger Kinder ihrer Kapazitätsgrenze.
Die Stadt Innsbruck führte am Freitag, 6. November, ganztägig eine Katastrophenschutzübung durch. Neben der Gemeindeeinsatzleitung übten die Krisenstäbe der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), der tirol kliniken, des Roten Kreuzes und der Feuerwehr-Einsatzleitung Innsbruck. Fünf Stäbe waren aktiv.
Als Übungsannahme diente ein Wasserrohrbruch im Stadtteil Amras, der das Trinkwasser stark verunreinigte und etwa zwei Tage unbemerkt blieb. Im Szenario kam es zu zahlreichen fiktiven Magen-Darm-Erkrankungen. Das städtische Gesundheitsamt und die IKB wurden bereits am Vortag der Übung wegen einer angenommenen Häufung von Erkrankungen alarmiert.
Die tirol kliniken mussten in der Notaufnahme mit einer verschärften hygienischen Lage umgehen. Wegen der steigenden Zahl dialysepflichtiger Kinder näherte sich die Klinik ihrer Kapazitätsgrenze. Die dringende Verlegung der Kinder in andere Einrichtungen musste organisiert werden.
Organisationen stellten Informationen zur Krisenvorsorge bereit
Am Freitagnachmittag war die Übung im O-Dorf für die Bevölkerung erlebbar. Am DDr.-Alois-Lugger-Platz wurde eine fiktive Anlaufstelle des Roten Kreuzes eingerichtet. Die teilnehmenden Organisationen nutzten den Aufbau, um allgemeine Informationen zur persönlichen Krisenvorsorge bereitzustellen.
Die IKB spülte im Rahmen der Übung tatsächlich Trinkwasserleitungen aus. Die Berufsfeuerwehr Innsbruck unterstützte sie dabei. Branddirektor Helmut Hager sagte: „es wurden insbesondere die Kommunikation und Abstimmung zwischen den Stäben und Einsatzorganisationen trainiert.“
In den kommenden Tagen wird die Arbeit im Übungsszenario analysiert. Die Rückschlüsse fließen in die künftige Stabsarbeit ein.
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