Islamismus-Aktion in Österreich führt zu neun Hausdurchsuchungen

Bei der bundesweiten Aktion wurden in 28 Justizanstalten 235 Räume und 334 Inhaftierte durchsucht.
Verfassungsschutz und Justiz haben am 4. November 2026 eine bundesweite Aktion gegen islamistischen Extremismus und Terrorismus durchgeführt. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaften gab es neun Hausdurchsuchungen und 17 Einvernahmen.
Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) leitete und koordinierte die Aktion gemeinsam mit der Generaldirektion im Bundesministerium für Justiz. Beteiligt waren alle neun Landesämter Staatsschutz und Extremismusbekämpfung sowie Kräfte der Landespolizeidirektionen, der Polizeidiensthundeeinheit, der Schnellen Interventionsgruppe und des Einsatzkommandos Cobra.
In 28 österreichischen Justizanstalten durchsuchten insgesamt 399 Einsatzkräfte 235 Räume und 334 Inhaftierte. Ziel der Aktion war es, islamistische Strukturen und Netzwerke in Österreich weiter aufzuklären und mögliche Gefährdungen frühzeitig zu erkennen.
Behörden sichern Beweismittel und setzen Präventionsmaßnahmen
Die Hausdurchsuchungen fanden in Vorarlberg, Tirol, Burgenland, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich statt. Dabei wurden unter anderem Mobiltelefone, Datenträger, Laptops, Messer, zwei Schlagringe, eine Schreckschusspistole mit Magazin, Suchtgift und einschlägige Literatur sichergestellt. Die Gegenstände werden gesichtet und für weitere Ermittlungen ausgewertet.
In Niederösterreich gab es eine Vorführung zur sofortigen Vernehmung und zwei vorläufige Waffenverbote. Die Sicherheitsbehörden führten zudem mehrere Gefährderansprachen und zahlreiche Sicherheitsdialoge durch.
Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten kommen ergänzend Maßnahmen wie Meldeverpflichtungen zum Einsatz. Über die Meldestelle Extremismus und Terrorismus können extremistische Inhalte gemeldet werden.
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