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KI-generiertes Bild: Eine dunkel gekleidete Person sitzt an einem Holztisch mit Papierunterlagen und einem Laptop.KI-Bild

Die Evaluierung sieht Frauen* mit Behinderungen politisch sichtbarer vertreten und empfiehlt eine strukturelle Verankerung ihrer Mitsprache.

Die Evaluierung von L&R Sozialforschung bewertet die Arbeit von FmB als wirksam. Sie untersuchte den Zeitraum von Jänner 2025 bis Februar 2026. FmB beauftragte das unabhängige Institut mit der Untersuchung. Als Autorinnen werden Katharina Aufhauser und Claudia Sorger genannt.

Untersucht wurden interne und öffentliche Daten sowie Rückmeldungen aus zwei Mitgliederbefragungen. Zusätzlich bezog die Evaluierung sechs Interviews mit Expert*innen und einen Reflexionsworkshop ein. Bereits 2023 kritisierte ein UN-Gremium für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, dass Frauen* mit Behinderungen in der österreichischen Behinderten- und Frauenpolitik zu wenig berücksichtigt würden. In feministischen Zusammenhängen bleiben Frauen* mit Behinderungen häufig unberücksichtigt. In den Behindertenvertretungen sind Männer weiterhin deutlich in der Mehrheit.

FmB macht Frauen* mit Behinderungen politisch sichtbarer

L&R zufolge hat FmB eine zuvor bestehende Lücke geschlossen. Ein gleichartiges Angebot gibt es in Österreich bisher nicht. Politische Arbeitsgruppen und Strategien räumen Frauen* mit Behinderungen inzwischen deutlich mehr Sichtbarkeit ein. Ihre Interessensvertretung ist allerdings nicht gesetzlich verankert. Die Aufnahme von Maßnahmen für Frauen* mit Behinderungen in den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und Mädchen geschah im Zusammenspiel mit anderen Organisationen aus dem Bereich Behinderung. Als gemeinsames Vorhaben riefen Ninlil und FmB „Türen Öffnen – Besserer Zugang zu Gewaltschutz für Frauen* mit Behinderungen“ ins Leben.

Sowohl die Vorstandsmitglieder als auch alle Beschäftigten im Büro sind Frauen* mit Behinderungen. Aktuell umfasst FmB rund 270 Mitglieder, gegenüber 143 im Februar 2026. Bei FmB reicht die Altersspanne von 21 bis 88 Jahren. Mitglieder gibt es in jedem der neun österreichischen Länder. 83 Prozent der befragten Mitglieder sind sehr zufrieden. Die Autorinnen schreiben dem gemeinschaftsbezogenen Arbeiten eine wichtige Rolle für den Erfolg zu.

FmB plant, in Zukunft Frauen* mit Migrationsgeschichte, junge Frauen*, gehörlose Frauen* und Frauen* mit Lernschwierigkeiten stärker zu beteiligen. Die Evaluierung empfiehlt diesen Schwerpunkt ebenfalls. Als erste Maßnahmen schlägt sie vor, Einfache Sprache und ÖGS stärker zu berücksichtigen und gemeinsame Arbeitstreffen auch außerhalb Wiens abzuhalten.

L&R empfiehlt langfristige Finanzierung und strukturelle Mitsprache

Die hauptamtliche Arbeit des Teams wird durch den Innovationsfonds Licht ins Dunkel finanziert. Die Förderung ist bis Ende 2027 befristet. Laut Evaluierung lässt sich politische Interessensvertretung in diesem Umfang ehrenamtlich nicht leisten. Die Autorinnen empfehlen, die Finanzierung langfristig abzusichern und die Beteiligung von Frauen* mit Behinderungen an politischen Prozessen strukturell zu verankern.

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