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KI-generiertes Bild: Ein Arbeiter mit gelbem Schutzhelm hält Baupläne vor einem Rohbau.KI-Bild

Die Arbeiterkammer nennt für 2025 fast 46 Millionen nicht abgegoltene Mehr- und Überstunden. Beschäftigten fehlten dadurch rund 2,5 Milliarden Euro.

Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, will Feiertage streichen, die Arbeitszeit ausdehnen und das gesetzliche Pensionsantrittsalter anheben. Josef Muchitsch, Abgeordneter zum Nationalrat und Bundesvorsitzender der Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH), kritisiert diese Vorschläge.

Muchitsch hält Erholung für Menschen mit körperlich besonders anstrengender Arbeit für notwendig. Als Beispiele für die Bedingungen am Bau nennt die GBH Arbeit bei Hitze, Kälte und Regen. Der Arbeitstag beginne früh, für viele seien lange Anfahrten nötig. Zahlreiche Beschäftigte seien auf Montage und unter der Woche nicht zu Hause. Dazu komme das Tragen von Lasten mit hohem Gewicht. Feiertage böten vielen Beschäftigten am Bau laut GBH eine seltene Gelegenheit, Zeit mit der gesamten Familie zu verbringen.

Ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter lehnt die GBH ab. Nach ihrer Einschätzung könnten viele Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter aus körperlichen Gründen schon heute nicht bis zum gesetzlich vorgesehenen Pensionsalter berufstätig bleiben. Eine weitere Anhebung bezeichnet die Gewerkschaft als Pensionskürzung durch die Hintertür.

Für 2025 nennt die Arbeiterkammer fast 46 Millionen Mehr- und Überstunden, für die weder bezahlt noch Zeitausgleich gewährt wurde. Die GBH beziffert das dadurch bei Beschäftigten fehlende Geld auf rund 2,5 Milliarden Euro. Dem Staat entgingen dadurch nach Darstellung der Gewerkschaft mehr als eine Milliarde Euro an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Die GBH wertet nicht abgegoltene Mehr- und Überstunden als Lohnraub und sieht darin unfairen Wettbewerb zulasten jener Betriebe, die sich an die Regeln halten.

Beim Fachkräftemangel sieht die GBH die Unternehmen in der Pflicht: Betriebe, die Fachkräfte suchen, müssten Lehrlinge ausbilden und älteren Beschäftigten eine faire Chance geben. Beschäftigte erwarteten sich laut GBH Lösungen gegen die Teuerung, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Eine weitere Debatte darüber, welcher Feiertag gestrichen werden soll, hält die Gewerkschaft nicht für nötig.

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