Mehr Nachrichten.jetzt bei Google sehen
KI-generiertes Bild: Eine dunkelblaue Polizeiuniform mit österreichischem Polizeiabzeichen.KI-Bild

Die Wiener Schutzzone gilt sechs Monate länger. Die Polizei verstärkt ihre Aktionen zwischen Westbahnhof und U6-Station Gumpendorfer Straße.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • Die Schutzzone im Wiener Fritz-Imhoff-Park wird um weitere sechs Monate verlängert.
  • Mit Stand Oktober 2026 zählte die Polizeibilanz 950 Betretungsverbote.
  • Die Polizei verstärkt in den kommenden Monaten Einsätze zwischen Westbahnhof und U6 Gumpendorfer Straße.

Die Schutzzone im Wiener Fritz-Imhoff-Park wird um weitere sechs Monate verlängert. Erreichte Verbesserungen sollen dadurch abgesichert werden. Das Maßnahmenpaket für die Achse Westbahnhof–U6 Gumpendorfer Straße gilt seit 8. Mai 2026.

Die Polizeibilanz zur Schutzzone seit ihrer Einführung umfasst mit Stand Oktober 2026 insgesamt 950 Betretungsverbote und 474 Verwaltungsstrafanzeigen wegen Missachtung des Betretungsverbots. Nach Angaben der Stadt Wien ist der Park wieder für alle zugänglich und dient als Erholungsraum und Spielplatz für Kinder und Jugendliche. Die Beobachtung der Umgebung zeigt laut Stadt keine manifeste Verlagerung des Aufenthalts suchtkranker Menschen.

Polizei und Stadt verstärken ihre Schwerpunkteinsätze

Am Westbahnhof gilt ein Alkoholkonsumverbot. Dort sieht die Stadt erste Verbesserungen und verweist auf einen geringeren Aufenthalt marginalisierter Personen in der Bahnhofshalle. Rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße sei der illegale Handel mit Suchtmitteln hingegen noch nicht ausreichend zurückgedrängt.

Die Landespolizeidirektion Wien verstärkt in den kommenden Monaten ihre Schwerpunktaktionen entlang der Achse Westbahnhof–U6 Gumpendorfer Straße. Im Bereich der U6-Station will sie stärker präsent sein und den Drogenhandel zurückdrängen.

Die Landespolizeidirektion, die Gruppe Sofortmaßnahmen der Wiener Magistratsdirektion Organisation und Sicherheit und weitere Einheiten der Stadt Wien werden im Sinne von „GEMEINSAM.SICHER“ im Herbst und im Frühling verstärkt Schwerpunkteinsätze durchführen. Der Fokus liegt auf vulnerablen Orten wie öffentlichen Plätzen, Parks und Verkehrsknotenpunkten. Die Sonderaktionen richten sich gegen die Auswirkungen des konzentrierten Drogenhandels.

Reinigungsteams sind im betroffenen Umfeld unterwegs

Seit der Umsetzung des Maßnahmenpakets im Mai 2026 wird das betroffene Umfeld verstärkt gereinigt. Die Wiener Stadtgärten reinigen die Parks zweimal täglich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sam kontrollieren das Umfeld mehrmals täglich auf zurückgelassene Spritzen und andere Konsummaterialien.

Die „Sauberklauber*innen“ sind von Montag bis Freitag zusätzlich an besonders belasteten Orten im Einsatz. Im Rahmen einer vom AMS geförderten tagesstrukturierenden Maßnahme sammeln die Klientinnen und Klienten Spritzen, potenziell infektiöses Material und andere Abfälle ein.

Wien verbessert Meldewege für Hinweise auf Medikamentenmissbrauch

In Wien befinden sich rund 7.000 Menschen mit Opioidabhängigkeit in Substitutionsbehandlung. Die Stadt will deren medizinische Versorgung sichern und zugleich gegen Missbrauch und illegale Weitergabe von Substitutionsmedikamenten vorgehen.

Dafür wurden Kommunikations- und Informationswege zwischen Polizei, Gesundheitsbehörden und Suchthilfesystem überprüft sowie Melde- und Rückmeldewege verbessert. Hinweise auf möglichen Missbrauch, unzulässige Weitergabe oder illegalen Handel mit Substitutionsmedikamenten sollen dadurch rascher bei den zuständigen Stellen ankommen, eine strukturierte Überprüfung auslösen und prioritär bearbeitet werden.

Weitere gesundheitsbezogene Maßnahmen sowie Anpassungen der Behandlung und der Abgabe- und Mitgaberegelungen werden mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten abgeklärt. Im Jedmayer werden den Betroffenen weiterhin keine Substitutionsmedikamente mitgegeben.

Die Sucht- und Drogenkoordination Wien prüft mit den zuständigen Behörden ein verschärftes Vorgehen gegenüber Personen, die sich einer Begutachtung oder gesundheitsbezogenen Maßnahmen entziehen. Ziel ist ein verbindlicher Folgeprozess bei fehlender Mitwirkung.

Der Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen, Ewald Lochner, hat auf Bundesebene die Prüfung zusätzlicher rechtlicher Handlungsoptionen über die bestehenden Regelungen hinaus angeregt. Dafür werden laut Stadt rechtliche Anpassungen auf Bundesebene erforderlich sein. Alle Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein, um die Kontinuität der erforderlichen Versorgung zu gewährleisten.

Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um

Lass Deine Reaktion da

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

In der App mitdiskutieren

Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.

Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.

Beitrag in der App öffnen

Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.