Tirol beschließt Kofinanzierung für 43 EU-gestützte Vorhaben
KI-Bild Für 43 neue Vorhaben werden rund fünf Millionen Euro an Förderungen wirksam. Land und Bund stellen dafür 763.000 Euro und 74.000 Euro bereit.
Landeshauptmann Anton Mattle ersuchte um eine Kofinanzierung für 43 neue, EU-geförderte Projekte. Die Tiroler Landesregierung gab dafür grünes Licht.
Für das Land Tirol sind 763.000 Euro vorgesehen, auf Bundesebene kommen 74.000 Euro dazu. Für Tiroler Projekte können dadurch rund fünf Millionen Euro an Fördermitteln eingesetzt werden. Die Verteilungsübersicht nennt Gesamtfördermittel von 4,9 Millionen Euro, über vier Millionen Euro an EU-Mitteln und 760.000 Euro an Landesmitteln.
INTERREG-Vorhaben verbinden Regionen über Tirol hinaus
Gefördert werden etwa Projekte für den Schutz von Natur und Klima, für Forschung und neue Entwicklungen sowie für gesellschaftliche Mitwirkung. Ein Bauernladen im Tiroler Oberland bringt die Nahversorgung voran und hält mit Mitteln aus EU, Land und Bund die Lieferwege kurz. Ein Projekt in Osttirol soll Frauen bestärken, Verantwortung in der Wirtschaft ebenso wie in der Politik zu übernehmen. Fördergelder finanzieren Pflege- und Sicherheitsmaßnahmen in den Stadtwäldern Landeck. Die Maßnahmen sollen dort Naturraum, Schutzfunktionen und Erholung erhalten. Im Bezirk Kitzbühel soll das Projekt „Digitale Fakes im Netz erkennen“ die Fähigkeit junger Menschen zu einem kompetenten Umgang mit Medien ausbauen. Ein weiteres Projekt soll in Hall dafür sorgen, dass in derzeit ungenutzten Geschäftslokalen wieder Betrieb herrscht.
Bei 21 der 43 Projekte erstreckt sich die Zusammenarbeit über Staatsgrenzen. Sie gehören zum INTERREG-Programm. INTERREG ist ein EU-Förderprogramm für die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Mit dem Programm können Behörden, Unternehmen, Hochschulen, Gemeinden und Vereine aus mehreren Ländern Vorhaben miteinander verwirklichen. Die Landesregierung verweist auf Vorhaben für den Klimaschutz, Forschungskooperationen und Radwege, die Staatsgrenzen queren.
Ein Beispiel ist „Mobility³ – Zukunftsfähiger ÖPNV in der Grenzregion Terra Raetia“ im Bezirk Landeck. Das Projekt stärkt die Nahverkehrsverbindungen zwischen den Regionen. Dadurch sollen alltägliche Fahrten einfacher werden und das Klima weniger belasten.
Die Übersicht führt 3,28 Millionen Euro für INTERREG und 786.000 Euro für die Bezirke an. Als regionale Förderbeträge nennt sie 515.000 Euro für Landeck, 48.000 Euro für Regio Imst, 548.000 Euro für Innsbruck-Land und Wipptal, 162.000 Euro für die Kitzbüheler Alpen sowie 79.000 Euro für Osttirol (Lienz).
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