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Eine Gruppe posiert mit Natur-im-Garten-Plaketten und Topfpflanzen vor einer Bühnenkulisse.

Tirol stellt von 2027 bis 2029 insgesamt 294.000 Euro bereit. Heuer erhielten 144 Gärtner:innen im Land die Plakette.

Die Tiroler Landesregierung hat auf Antrag von Naturschutzlandesrat René Zumtobel beschlossen, dem Tiroler Bildungsforum für die Weiterführung von Natur im Garten 294.000 Euro für die Jahre 2027 bis 2029 bereitzustellen. Das Projekt wird aus dem Tiroler Naturschutzfonds finanziert.

Die jährliche Verleihung der Natur-im-Garten-Plaketten für die Nordtiroler Bezirke fand am Samstag, 7. November, im Landhaus in Innsbruck statt. Für den Bezirk Lienz gab es bereits einige Wochen zuvor eine eigene Auszeichnungsveranstaltung in Abfaltersbach. Heuer erhielten in ganz Tirol 144 Gärtner:innen die Plakette.

Die Übersicht für 2026 weist in Innsbruck-Stadt 20 und in Innsbruck-Land 45 ausgezeichnete Gärten aus. In Imst und Landeck waren es jeweils zehn, in Kitzbühel und Lienz jeweils 13. Für Kufstein nennt die Aufstellung 20, für Reutte zwei und für Schwaz elf.

Die Initiative verbindet Auszeichnungen mit Bildungsarbeit

Seit 2016 zeichnet die Initiative Menschen in ganz Tirol aus, deren Gärten heimischen Pflanzen und kleinen Tierarten ausreichend Platz und Lebensraum bieten. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es im Land 1.000 ausgezeichnete Naturgärten. Die Initiative setzt beispielsweise auf vielfältige heimische Pflanzen, den Verzicht auf künstliche Düngemittel und Torf sowie Rückzugsorte für kleine Säugetiere und Insekten. Naturschutzlandesrat René Zumtobel bezeichnete das Interesse am naturnahen Gärtnern als ungebrochen. Er betonte, naturnahes Gärtnern sei für alle möglich, ob mit großem Garten oder kleinem Balkon.

Natur im Garten ist beim Tiroler Bildungsforum angesiedelt. Neben der Begutachtung und Auszeichnung von Privatgärten bietet die Initiative Bildungsmaßnahmen an. 2026 fanden bislang 80 Veranstaltungen in ganz Tirol statt. Möglich wurde das vor allem durch die Zusammenarbeit mit lokalen Obst- und Gartenbauvereinen sowie den KLAR- und KEM-Regionen.

46 Gemeinden engagieren sich für naturnahe Grünflächen

46 Gemeinden haben sich der Initiative angeschlossen, sieben davon wurden bereits als Natur-im-Garten-Gemeinden ausgezeichnet. Bei öffentlichen Grünflächen stehen bunte Blumenwiesen, die Pflege von Bäumen und der Verzicht auf künstliche Düngemittel und Torferde im Fokus. Gemeindemitarbeiter:innen aus Axams, Götzens und Längenfeld legten heuer neue Blühflächen an. In den Natur-im-Garten-Gemeinden sind durch das Engagement bereits mehr als 30.000 Quadratmeter naturnahe Grünflächen im öffentlichen Raum entstanden. Matthias Karadar, Leiter von Natur im Garten, beschrieb die vielen Gärten und Grünflächen als ein großes Netz von Trittsteinbiotopen, in denen Vögel, Insekten und Kleinsäuger Lebensraum finden.

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