Nachrichten.jetzt als Google-Quelle bevorzugen
Sechs Personen in Geschäftskleidung stoßen mit Sektgläsern in einem Konferenzraum an.
Markus Hornböck, Claudia Prüggler, Rektorin Ada Pellert, LH Daniel Fellner, Christian Bettstetter und Andreas Kercek.

Kärnten bekommt mit dem ARC der Lakeside Labs ein neues COMET-Zentrum. Das Forschungszentrum startet 2027 mit 22,8 Millionen Euro Budget und soll 30 neue Arbeitsplätze schaffen.

Stromausfälle, Extremwetter, Cyberangriffe und Krisen zeigen, wie wichtig belastbare Systeme für den Alltag sind. In Kärnten soll künftig genau daran gearbeitet werden. Das Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems Center, kurz ARC, der Lakeside Labs GmbH bekam vom Bund den Zuschlag als COMET-Zentrum.

Damit entsteht in Kärnten ein Spitzenforschungszentrum, das Lösungen für sichere und widerstandsfähige Systeme entwickeln soll. Lakeside Labs arbeitet dabei mit Forschungs- und Wirtschaftspartnern zusammen. Kärnten konnte sich in einem stark besetzten Auswahlverfahren gegen mehrere hochwertige Forschungsanträge behaupten.

Forschung zu widerstandsfähigen Systemen

Kärnten spielt bei Forschung in der Champions League mit. Dass Kärnten den Zuschlag erhalten hat, ist großartig und richtungsweisend. Die Forschung, die hier betrieben wird, ist europaweit einzigartig – und hat ungeheures Zukunftspotenzial. Das Zentrum macht Kärnten zu einem Vorreiter im Bereich der Hochtechnologie und Forschung. Resilienz entscheidet künftig darüber, wie gut wir mit Krisen, Naturereignissen oder technologischen Herausforderungen umgehen können. Dass Kärnten hier eine führende Rolle einnimmt, ist ein starkes Signal.

Technologiereferent LH Daniel Fellner

Der wissenschaftliche Leiter Christian Bettstetter von Lakeside Labs erklärte, dass Resilienz bedeute, dass Systeme Störungen aushalten, sich davon erholen und daraus lernen können. Das solle teilweise selbstständig ablaufen, wichtige Entscheidungen würden aber weiterhin beim Menschen liegen.

Für das neue ARC wurden bereits 16 Projekte vorbereitet und ein Konsortium gebildet. Die Forschungsergebnisse sollen unter anderem dazu beitragen, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Freiheit in Europa zu sichern. Zentrale Themen sind Energienetze, industrielle Produktion und Organisationen. Ein Projekt beschäftigt sich laut Bettstetter auch mit völlig unerwarteten Ereignissen, die heute noch nicht absehbar sind.

22,8 Millionen Euro Budget ab Jänner 2027

Lakeside-Labs-Geschäftsführerin Claudia Prüggler gab bekannt, dass das Forschungszentrum im Jänner 2027 mit einem Budget von 22,8 Millionen Euro starten soll. Beteiligt sind sieben wissenschaftliche Partner aus mehreren europäischen Ländern, 18 nationale und internationale Unternehmen sowie zehn assoziierte wissenschaftliche Partner.

Finanziert wird das Zentrum aus Mitteln des Bundes, der beteiligten Länder sowie von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Laut Prüggler kommt die Hälfte des Budgets von der öffentlichen Hand, also von Bund, Kärnten, Burgenland und Tirol. Die andere Hälfte tragen Unternehmen und wissenschaftliche Partner.

Als COMET-Zentrum werden wir natürlich auch wachsen, ja, wir werden uns verdoppeln und 30 neue Arbeitsplätze schaffen.

Lakeside-Labs-Geschäftsführerin Claudia Prüggler

Stärkung für Forschungsstandort Kärnten

AAU-Rektorin Ada Pellert sieht im Zuschlag einen großen Erfolg für den Forschungsstandort Kärnten. Für sie zeige das Projekt die wissenschaftliche Stärke der Universität und der Lakeside Labs. Sie hob auch die Bedeutung der Industriepartner hervor und erwartet, dass sich aus dem neuen Zentrum weitere Entwicklungen in Kärnten ergeben.

Auch Babeg-Geschäftsführer Markus Hornböck sprach von einem großen Mehrwert für den Standort. Das COMET-Zentrum soll internationale Talente anziehen, zusätzliche Forschungsinvestitionen nach Kärnten bringen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Der Beitrag des Landes Kärnten liegt laut Hornböck bei etwas mehr als drei Millionen Euro.

Deine Meinung zu diesem Artikel?

Kommentare

Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.

Kommentare kannst Du auf diesem Gerät aktuell nur lesen.

Kommentare nur in der iOS-App

Zum Kommentieren bitte die iOS-App verwenden.

Öffne oder installiere die App, um diesen Beitrag dort zu kommentieren.

Installieren

Am Desktop kannst Du zusätzlich den QR-Code rechts unten scannen.