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Blaue und grüne Gefahrstofffässer mit Warnsymbolen vor gestapelten IBC-Containern

Die Entscheidung über das umstrittene Sondermüll-Zwischenlager in Fließerau wird am Dienstag erwartet.

In Fließerau wächst der Widerstand gegen ein geplantes Zwischenlager für Sondermüll. Die Bezirkshauptmannschaft Landeck soll am Dienstag, 21. Juli, über das Vorhaben entscheiden.

Vorgesehen ist die Lagerung von insgesamt bis zu 1.000 Tonnen Material. Darunter sollen sich 50 Tonnen gefährliche Stoffe wie Säuren, Quecksilber und Blei befinden. Anrainerinnen und Anrainer sorgen sich vor allem wegen möglicher Überschwemmungen und Bränden.

Sorge wegen Hochwasser und Brand

Anwohnerin Helga Gasser verweist auf die Hochwassergefahr am Inn. Nach Starkregen könnte der Fluss das Gelände überfluten. Sie befürchtet, dass giftige Partikel dann in Richtung Landeck gelangen könnten.

Auch ansässige Unternehmen kritisieren den Standort. Christoph Gitterle, der die Firmeninhaber im Gebiet vertritt, warnt insbesondere vor einem Brand. Dieser könnte nach seiner Einschätzung die Gesundheit von rund 250 Menschen in dem Gebiet schwer beeinträchtigen.

Betreiber verweist auf Sicherheitsvorgaben

Das Landecker Entsorgungsunternehmen Schieferer plant das Lager. Firmenchef Jürgen Schieferer verweist auf hohe Sicherheitsstandards, qualifiziertes Personal und strenge Auflagen. Bei deren Einhaltung seien die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Die vorgesehenen 50 Tonnen gefährlicher Stoffe seien gemessen an der Gesamtkapazität von 1.000 Tonnen ein kleiner Anteil.

Die Genehmigung wird nach dem Bundesabfallwirtschaftsgesetz in einem vereinfachten Verfahren behandelt. Weder die Gemeinde noch Anrainerinnen und Anrainer haben dabei Parteistellung. Fließs Bürgermeister Alexander Jäger bewertet das als Gesetzeslücke.

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