Sanierungsverfahren für Kilger KG in Leibnitz eröffnet
Für die Kilger KG in Leibnitz ist ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden. Vorgesehen ist eine Quote von 30 Prozent.
Für die Kilger KG mit Sitz in Leibnitz ist ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter wurde die KWP Insolvenzabwicklungs GmbH in Graz bestellt. Bereits zuvor waren über mehrere Gesellschaften der Kilger-Gruppe Insolvenzverfahren eröffnet worden.
Die Gesellschaft wurde 2017 gegründet. Persönlich haftender Gesellschafter ist Johann Kilger, Kommanditistin ist die insolvente Domaines Kilger GmbH. Die Kilger KG vermietet und verpachtet Liegenschaftsobjekte samt Zubehör in Leibnitz und Heimschuh. Sie beschäftigt keine Dienstnehmer.
Kreditlinie fällig gestellt
Als Ursache der Insolvenz werden die Insolvenzen innerhalb der Kilger-Gruppe genannt, insbesondere jene der Domaines Kilger GmbH & Co KG. Die finanzierende Bank stellte daraufhin die Kreditlinie fällig. Versuche einer Prolongation oder Stundung blieben erfolglos.
Die Verbindlichkeiten betragen rund 2,679 Millionen Euro. Davon entfallen rund 2,447 Millionen Euro auf Bankverbindlichkeiten und rund 224.000 Euro auf die Domaines Kilger GmbH & Co KG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Dienstleistern sind gering.
Zu den Aktiva zählen vor allem zwei Liegenschaftsobjekte in Leibnitz und Heimschuh. Sie bringen monatliche Nettomieteinnahmen von 5.650 Euro und werden mit rund 2,5 Millionen Euro angesetzt. Die sonderrechtefreien Aktiva betragen nach Abzug von Aus- und Absonderungsrechten rund 73.000 Euro.
Fortführung und Sanierungsplan vorgesehen
Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Den Insolvenzgläubigern soll zunächst ein Sanierungsplan mit einer Quote von insgesamt 30 Prozent angeboten werden. Die Quote soll längstens binnen zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans zahlbar sein, jedoch nicht vor dessen rechtskräftiger Bestätigung.
Die Finanzierung soll insbesondere aus der Verwertung der Liegenschaftsobjekte erfolgen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die pfandrechtlich besicherten Verbindlichkeiten vollständig abgedeckt werden und ein weiterer Erlös für die quotale Befriedigung unbesicherter Gläubiger verbleibt.
Die Anmeldefrist endet am 10. September 2026. Die Gläubigerversammlung ist für 6. August 2026 um 12.15 Uhr angesetzt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 24. September 2026 um 11.00 Uhr statt, die Sanierungsplantagsatzung am 8. Oktober 2026 um 10.00 Uhr. Forderungen können über den AKV angemeldet werden.
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