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Nahaufnahme eines Mikroskops über einer Petrischale mit gelblicher Flüssigkeit und Kolonien im LaborBild mit KI erstellt

Die Danube Private University beteiligt sich an einem internationalen Forschungsprojekt zu möglichen Umweltfaktoren bei Parkinson. Das Projekt läuft fünf Jahre.

Die Danube Private University (DPU) in Krems ist Partnerin des neuen Horizon-Europe-Projekts CLARITY-PD. In den kommenden fünf Jahren soll untersucht werden, welchen Einfluss Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung, Pestizide und Schwermetalle auf die Entstehung und das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit haben können.

An dem internationalen Forschungsprojekt beteiligen sich 20 Organisationen aus Europa, Israel und Kanada. Das beantragte Gesamtfördervolumen beträgt rund 7,8 Millionen Euro. Davon entfallen rund 350.000 Euro auf die DPU.

Mehr als 5.000 Biobank-Proben werden untersucht

Für das Projekt sollen zunächst mehr als 5.000 bereits vorhandene Biobank-Proben analysiert werden. Erkannte Zusammenhänge werden anschließend in humanrelevanten Modellsystemen überprüft. Darüber hinaus ist eine multinationale Beobachtungskohorte mit rund 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an sieben Standorten vorgesehen.

Die Forschenden wollen damit nicht nur statistische Zusammenhänge feststellen, sondern möglichst auch ursächliche Mechanismen zwischen der Belastung durch Schadstoffe und Parkinson erkennen. Dafür werden unter anderem Biomarkeranalysen, experimentelle Krankheitsmodelle, digitales Monitoring und KI-basierte Risikomodelle eingesetzt.

DPU untersucht Mechanismen in Hefemodellen

Die DPU übernimmt insbesondere das toxikogenomische Screening in Hefemodellen. Damit können Mechanismen untersucht werden, die unter anderem mit Alpha-Synuclein, mitochondrialer Dysfunktion und oxidativem Stress verbunden sind. Diese spielen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson eine wichtige Rolle.

Gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology und Organotherapeutics bildet die DPU eine experimentelle Forschungskette, die dem 3R-Prinzip zur Reduktion von Tierversuchen folgt. Die Arbeiten bauen auf der bestehenden Forschung der Universität zu neurodegenerativen Erkrankungen auf.

Zusätzlich übernimmt die DPU Aufgaben bei den sogenannten Living Labs und bei der Einbindung relevanter gesellschaftlicher Gruppen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dadurch in verständliche und praktisch nutzbare Instrumente für Prävention und Entscheidungen übertragen werden.

Projekt läuft über fünf Jahre

Koordiniert wird der internationale Forschungsverbund vom Technion – Israel Institute of Technology. Zu den weiteren Partnern gehören unter anderem das Luxembourg Institute of Health, das Austrian Institute of Technology, die Aristotle University of Thessaloniki, die University of Waterloo, die Tel Aviv University und die Charles University.

Bei der Bewertung durch die Europäische Kommission erhielt CLARITY-PD 14 von 15 möglichen Punkten. Der notwendige Schwellenwert lag bei zwölf Punkten. In den Bereichen Wirkung sowie Qualität und Effizienz der Umsetzung erreichte das Projekt jeweils fünf von fünf Punkten.

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