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Stapel von Schulheften und einer schwarzen Federtasche auf einem Tisch in einem leeren KlassenzimmerBild mit KI erstellt

Zwei Drittel der offenen Unterrichtsstunden waren vor dem Schulstart bereits zugewiesen. In Tirol lag der Wert bei 80 Prozent.

Für das Schuljahr 2026/27 hatten zwei von drei offenen Unterrichtsstunden sechs Wochen vor dem Schulstart bereits eine vorläufige oder fixe Zuweisung. Bei einem Drittel lief die Suche oder das Bewerbungsverfahren weiter. Das Bildungsministerium rechnet damit, dass diese Stellen bis zum Schulbeginn vergeben werden.

In Tirol waren bei 13.700 ausgeschriebenen Stunden 80 Prozent zugewiesen. Bildungsminister Christoph Wiederkehr bewertete die Entwicklung einen Monat vor Schulbeginn positiv und verwies darauf, dass die Verfahren noch laufen.

In mehreren Bundesländern bleiben viele Stunden offen

Mit 35.000 ausgeschriebenen Stunden entfiel die größte Zahl auf Wien. Dort waren am 22. Juli 66 Prozent vorläufig oder fix vergeben. Vorarlberg erreichte bei 12.700 Stunden 43 Prozent, Oberösterreich bei 22.900 Stunden 50 Prozent. Im Burgenland waren von 3.700 Stunden 60 Prozent zugewiesen, in Niederösterreich von 20.700 Stunden 77 Prozent und in Salzburg von 7.700 Stunden 75 Prozent.

Höhere Werte verzeichneten Kärnten mit 83 Prozent bei 6.200 Stunden, die Steiermark mit 85 Prozent bei 10.100 Stunden sowie die Zentrallehranstalten und Praxisschulen des Bildungsministeriums mit 86 Prozent bei 3.600 Stunden.

Gegenüber der Hauptausschreibung Ende April stieg der Bedarf von 96.900 auf knapp 136.300 Stunden. Zusätzliche Ausschreibungsrunden wurden wegen kurzfristiger Versetzungen, Krankenständen und Karenzen notwendig. Die Zahl entspricht knapp 6.200 Vollzeitposten. Zählt man Teilzeitstellen und einzelne Stunden mit, geht es um rund 9.000 Posten. Österreichweit unterrichten mehr als 128.000 Lehrkräfte.

Mehr Bewerbungen, aber unterschiedlich viel Interesse

Seit dem Frühjahr erhöhte sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber von 12.900 auf 18.400. Je nach Fach, Schulart und Region unterscheidet sich die Nachfrage deutlich. Für manche Ausschreibungen gibt es mehr Interessierte als benötigt werden, für andere nur wenige oder keine.

Rund ein Zehntel der Bewerbenden sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Sie verfügen über ein fachlich passendes Studium und einschlägige Berufserfahrung, absolvieren die pädagogische Ausbildung jedoch berufsbegleitend.

In den vergangenen Jahren blieben auch zu Schulbeginn Stellen frei, zuletzt im September zwischen 100 und knapp 300. Fehlende Lehrkräfte in Mangelfächern und Regionen werden seit Jahren unter anderem durch Mehrdienstleistungen, Lehramtsstudierende, Personal mit Sondervertrag sowie seit 2022 durch Quereinsteiger ersetzt. Im Schuljahr 2023/24 entsprachen die Mehrdienstleistungen 7.000 Vollzeitstellen. An Mittelschulen unterrichten Lehrkräfte zudem teilweise Fächer, für die sie nicht ausgebildet wurden.

Von den Neuaufnahmen des vergangenen Schuljahres hatten 44 Prozent mindestens einen Bachelorabschluss im Lehramt. Quereinsteiger stellten zwölf Prozent, 27 Prozent befanden sich noch in Ausbildung, die übrigen Personen hatten andere Sonderverträge. Wiederkehr will diese Sonderverträge deutlich verringern. Bis 2030 sollen 80 Prozent der Neueinstellungen auf ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen sowie zertifizierte Quereinsteiger entfallen. Für 2027/28 erwartet der Minister weiter steigendes Interesse am Lehrberuf und zügige Besetzungen. Attraktivere Berufsbilder, modernere Ausbildungswege und zusätzliche Zielgruppen sollen dazu beitragen, dass jede Klasse von qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen unterrichtet wird.

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