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Leerer Sitzungssaal des Wattener Gemeinderats mit langem Holztisch und MikrofonenBild mit KI erstellt

Mit 11 zu 8 Stimmen verweigerte der Gemeinderat Wattens eine Ausfallshaftung von einer Million Euro für den Stadionausbau der WSG Tirol.

Eine Ausfallshaftung von einer Million Euro für den Ausbau des Stadions der WSG Tirol erhielt im Wattener Gemeinderat keine Mehrheit. Die Abstimmung in der Sondersitzung endete 11 zu 8 gegen die Haftung. Die WSG reagierte auf den Beschluss mit Bedauern.

Als Gründe führte die Gemeinde das nicht kalkulierbare Risiko im Profifußball, die Höhe der Haftung, die fehlende Haftung anderer Beteiligter und ihre angespannte Finanzlage im Zusammenhang mit dem massiven Arbeitsplatzabbau bei Swarovski an. Bürgermeister Lukas Schmied erklärte, die Gemeinde wolle helfen, könne unter diesen Bedingungen aber nicht haften.

Banken verlangen Absicherung für die zweite Bauphase

WSG Tirol und Fröschl stellten die Stadionpläne vor knapp einem Jahr vor. Für das Vorhaben sind rund sechs Millionen Euro und eine Kapazität von 5.300 Fans vorgesehen.

Drei Tribünen, LED-Flutlicht und eine Beschallungsanlage gehören zur zweiten Bauphase im Gernot-Langes-Stadion. Für deren Finanzierung verlangen Kreditinstitute eine Besicherungsquote. Die WSG bat Bürgermeister und Gemeinderat in der vergangenen Woche um Haftung und Unterstützung, weil die Gemeinde Eigentümerin des Stadionareals ist.

Ungeachtet der Abstimmung will der Klub die Adaptierung zu einer bundesligatauglichen Heimstätte weiterverfolgen.

Zeitplan für Rückkehr nach Wattens bleibt offen

Die erste Bauphase mit Rasenheizung und Neuansaat wird fortgesetzt. Ob der zweite Bauabschnitt am 28. August beginnen kann, ist offen. Die WSG bestreitet ihre Heimspiele derzeit im Tivoli Stadion Innsbruck und müsste dort ohne neue Finanzierung bis Frühjahr 2027 bleiben.

Je 100.000 Euro von zwei Sponsoren schließen den Finanzierungsbedarf nicht. Als weitere Möglichkeiten gelten Sponsoren, Banken, Landesförderungen oder private Investoren. Gemeinde und Verein zeigen sich für Gespräche offen, der bestehende Pachtvertrag gilt weiter.

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