Agenturen Leitbild 2030 richtet Förderagenturen neu aus
Bild mit KI erstellt Das Leitbild richtet aws und FFG neu aus. ABA und CDG sollen stärker strategisch angeleitet werden, neun Schritte starten ab Herbst 2026.
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Bundesminister Peter Hanke haben das Agenturen Leitbild 2030 vorgestellt. Es leitet die strategische Neuausrichtung der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft, kurz aws, und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, kurz FFG, ein.
Die Austrian Business Agency, kurz ABA, und die Christian Doppler Forschungsgesellschaft, kurz CDG, sollen künftig stärker strategisch angeleitet werden. Das Leitbild soll die Ziele der Industriestrategie Österreich 2035 stärker in den Portfolios und Aufgabenprofilen der Agenturen verankern.
Neun Schritte sollen ab Herbst 2026 umgesetzt werden
Die neun Umsetzungsschritte sollen ab Herbst 2026 schrittweise umgesetzt werden. Die Agenturen sollen stärker als Einheit auftreten und Unternehmen bei ihren Projekten gesamthaft servicieren.
Die neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder werden zum Bezugspunkt für Forschung, Finanzierung, Wissenschaft-Wirtschaft-Kooperation, Ansiedlung und Fachkräftegewinnung. Portfolios sollen entlang vollständiger Entwicklungswege statt einzelner Projektphasen betrachtet werden, während themenoffene Programme und niederschwellige Einstiege weitgehend erhalten bleiben.
In geeigneten Förderprogrammen sollen europäische Produktionskapazitäten, Know-how, Beschäftigung und resiliente Lieferketten durch positive Anreize stärker berücksichtigt werden. Bei größeren Investitionszuschüssen sind verbindliche Standortzusagen und verhältnismäßige Rückforderungsregelungen vorgesehen. Für Unternehmen sollen feste Kontaktstellen, ein einheitliches Fallprofil und klare Reaktionsfristen für Übergaben geschaffen werden.
Gemeinsame Zugänge und internationale Angebote sind vorgesehen
Unter dem Namen Business Austria soll ein gemeinsamer Zugang bestehende digitale Angebote mit persönlicher Erstberatung verbinden. Bei mehreren Zuständigkeiten soll eine federführende Stelle verantwortlich bleiben. Die Agenturen wollen zudem Daten und Nachweise erfassen, die mehrfach verlangt werden, um Förderbürokratie abzubauen und Antragsprozesse zu vereinfachen.
Für den internationalen Auftritt ist Meet Austria mit gemeinsamer Standorterzählung, abgestimmten Kernbotschaften sowie Technologie- und Standortmodulen vorgesehen. Zu ausgewählten Fragen sollen Policy Briefings mit Daten, Praxiserfahrungen, Handlungsoptionen, Empfehlung, Folgenabschätzung, Entscheidungsweg und Zeithorizont erstellt werden. Leuchtturmprojekte, Themenmonate und eine gemeinsame Datenbank geprüfter Erfolgsgeschichten sollen Standorterfolge sichtbarer machen. Ein regelmäßig zusammentretendes Innovation Board soll gemeinsame Prioritäten, Umsetzungsfortschritte, Policy Briefings und offene nächste Schritte behandeln, ohne bestehende Gremien zu ersetzen oder formale Beschlüsse zu treffen.
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