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Broken-Heart-Syndrom kann Herzinfarkt ähnelnBild mit KI erstellt

Brustschmerzen, Atemnot und Schweißausbrüche können auf ein Broken-Heart-Syndrom hindeuten. Zuerst muss aber ein Herzinfarkt ausgeschlossen werden.

Brustschmerzen, Atemnot und Schweißausbrüche können auf einen Herzinfarkt hindeuten, manchmal steckt jedoch das Broken-Heart-Syndrom dahinter. Dabei ist der Herzmuskel vorübergehend in seiner Funktion gestört. Starke emotionale oder körperliche Belastungen können das Syndrom auslösen. Rund 90 Prozent der Betroffenen sind Frauen.

Die Beschwerden lassen sich kaum von denen eines Herzinfarkts unterscheiden. Bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen, Atemnot oder anderen herzinfarktähnlichen Symptomen müsse deshalb zunächst immer ein Herzinfarkt ausgeschlossen werden, sagt Edita Pogran, Kardiologin an der Abteilung für Kardiologie und Intensivmedizin der Klinik Ottakring. Eine rasche medizinische Abklärung sei entscheidend.

Ein Herzkatheter zeigt typische Unterschiede

Der medizinische Fachbegriff für das Broken-Heart-Syndrom lautet Takotsubo-Kardiomyopathie. Der Name geht auf ein japanisches Tongefäß zum Fangen von Oktopussen zurück. Er beschreibt die für die Erkrankung typische ballonartige Ausweitung der linken Herzkammer. Die Diagnose erfolgt in der Regel mittels Herzkatheter. Anders als bei einem klassischen Herzinfarkt zeigen sich dabei keine verschlossenen Herzkranzgefäße.

Die Wandbewegungsstörung entspricht laut Pogran nicht dem Versorgungsgebiet eines einzelnen Herzkranzgefäßes. Ein klassischer Herzinfarkt wird hingegen durch den Verschluss eines Gefäßes verursacht. Eine koronare Herzkrankheit kann das Broken-Heart-Syndrom dennoch begleiten.

Dem Syndrom gehen meist besonders starke Belastungen voraus. Pogran nennt als emotionale Auslöser etwa den Tod eines nahestehenden Menschen, eine Trennung, einen Schock oder schwere psychische Belastungen. Körperliche Auslöser können eine schwere Erkrankung, eine Operation, ein Unfall, starke Schmerzen oder intensive körperliche Anstrengung sein. Das Syndrom betrifft überwiegend Frauen nach den Wechseljahren. Die Gründe dafür sind noch nicht vollständig geklärt. Ein Zusammenhang mit dem sinkenden Östrogenspiegel wird vermutet. Östrogen wirkt herzschützend. Ein Östrogenmangel allein verursacht die Erkrankung nicht, kann laut Pogran aber einen empfänglichen Boden für einen akuten Auslöser schaffen. Der Anteil der Männer, die an Takotsubo erkranken, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Die Behandlung umfasst die Herzschwäche, mögliche Komplikationen und den jeweiligen Auslöser. Je nach Situation können Stressbewältigung und psychologische Unterstützung sinnvoll sein. Das Syndrom ist häufig vorübergehend, und die Herzfunktion kann sich wieder erholen. Die akuten Beschwerden müssen dennoch ernst genommen werden.

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