Strategieplan empfiehlt Begrünung und Kühlung in der Inneren Stadt
Bild mit KI erstellt Für Wiens Innere Stadt empfiehlt der Plan Begrünung, Schatten und Kühlung. Die Stadtentwicklungskommission behandelt ihn am 13. Oktober.
Die Stadt Wien hat gemeinsam mit dem Bezirk einen Strategieplan für die öffentlichen Räume der Inneren Stadt erarbeitet. Er soll eine klimafitte Weiterentwicklung ermöglichen und zugleich den Schutz des Weltkulturerbes berücksichtigen. Die Stadtentwicklungskommission soll das Papier am 13. Oktober behandeln.
Der dazu entwickelte Planungsbaukasten enthält je nach Beschaffenheit von Straßenzügen und Plätzen Empfehlungen zu Begrünung, Beschattung, Kühlung, Bodenbelägen und Stadtmöblierung. Das Konzept gliedert sich in die Schritte Verstehen, Begründen und Handeln. Spiderdiagramme machen besondere Eigenschaften eines Ortes sichtbar. Epochen-Bausteine beziehen die Geschichte von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert ein. Gestaltungsmatrizen empfehlen geeignete Elemente wie Begrünung, Pflaster, Wasser und Ausstattung für unterschiedliche Straßen- und Platztypen. Sie dienen als Orientierung und lassen sich an die Bedingungen vor Ort anpassen.
Mehr als 1.000 Bewohner brachten Ideen ein
Mehr als 1.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt teilten ihre Ideen bei einer Online-Befragung mit. Sie wünschten sich unter anderem mehr Begrünung und Kühlung im öffentlichen Raum, eine Lenkung der Touristenströme, klimaresiliente historische Parks und eine bessere Erlebbarkeit der Geschichte des Bezirks.
In der Inneren Stadt leben 16.000 Menschen auf einer Fläche von 287 Hektar. Mit 125.000 Beschäftigten hat der Bezirk die meisten Arbeitsplätze aller Wiener Bezirke. In der Weihnachtszeit kommen knapp 80.000 Besucherinnen und Besucher pro Tag in den Bezirk, fünfmal so viele Menschen, wie dort wohnen.
An der Erarbeitung wirkten mehr als 30 Interessenvertretungen und Fachleute aus Wirtschaft, Architektur, Denkmalschutz und Tourismus mit. Auch Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner bildeten eine Grundlage. Planungsstadträtin Ulli Sima sagte, das Baukastensystem solle unterschiedliche Interessen zusammenführen und die Innere Stadt behutsam klimafit weiterentwickeln.
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