ecoplus erfasst erneut Brachflächen in Niederösterreich

Gemeinden können Flächen neu melden oder Datensätze aus 2023 aktualisieren, um Standorte für künftige Betriebsansiedlungen zu erschließen.
Das ecoplus Investorenservice führt derzeit die zweite landesweite Erhebung zu ungenutzten Industrie- und Gewerbeflächen bei den niederösterreichischen Gemeinden durch. Gemeinden können Brachflächen neu melden oder Datensätze aus der Erhebung von 2023 aktualisieren. Die Erhebung soll Flächenreserven erfassen und für künftige Betriebsansiedlungen nutzbar machen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bezeichnete die Erhebung und Bewertung potenzieller Standorte als wichtigen Schritt zur Revitalisierung bislang ungenutzter Flächen. Sie sagte, die Revitalisierung bestehender Standorte ermögliche Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze, ohne zusätzlichen Boden zu verbrauchen. Zugleich verwies sie auf das Ziel, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz in Einklang zu bringen.
In Zellerndorf im Weinviertel rückte das ehemalige Ziegelofengelände im Zuge der Erhebung als Entwicklungsstandort in den Fokus. Die Gemeinde entschied sich, das Areal im Einklang mit ihrer Gemeindevision weiterzuentwickeln und für neue wirtschaftliche Nutzungen zu öffnen.
Bürgermeister Markus Baier sagte, die Erhebung verschaffe Gemeinden einen Überblick über ihre Flächenreserven und eine Datengrundlage für zukunftsorientierte Standortentscheidungen. Den Aufwand für die Teilnahme nannte er überschaubar und den Nutzen beträchtlich. Bei der ersten Erhebung 2023 beteiligten sich 386 Gemeinden und meldeten rund 700 gewerbliche, industrielle und touristische Brachflächen mit einer Gesamtfläche von etwa 920 Hektar. Die Standorte werden seither verstärkt Unternehmen angeboten, die einen neuen Betriebsstandort suchen. Im Standortkompass lassen sich klimafitte Standorte ohne zusätzlichen Bodenverbrauch filtern.
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