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Wald bei Hirschwang kann rund 100 Jahre zur Regeneration brauchen

Seit 2022 wurden rund 10.000 Pflanzen gesetzt. Die vollständige Regeneration des Waldes kann rund 100 Jahre dauern.

Bei einer Pressekonferenz in Hirschwang haben LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wiens Stadtrat Jürgen Czernohorszky und Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner auf den Waldbrand zurückgeblickt.

Das Feuer brach am 25. Oktober 2021 am Mittagstein bei Hirschwang an der Rax aus und breitete sich im steilen, felsigen Gelände rasch aus. Betroffen waren 115 Hektar Wald. Nach 13 Tagen wurde am 6. November „Brand aus“ gegeben.

Wind und Gelände erschwerten die Brandbekämpfung

Das steile und unwegsame Gelände machte einen direkten Löscheinsatz vom Boden aus vielfach unmöglich. Starker Wind fachte die Flammen immer wieder an, zugleich entwickelten sich unterirdische Glutnester.

Rund 8.600 Einsatzkräfte, darunter etwa 7.750 Feuerwehrleute, waren 13 Tage lang im Einsatz. Unterstützt wurden sie von 33 Katastrophenhilfsdienst-Zügen und 16 Fluggeräten aus dem In- und Ausland.

Der Brand schädigte den Boden schwer, Teile davon sind besonders erosionsgefährdet. Stark geschädigte oder bereits abgestorbene Bäume wurden quer zum Hang gefällt. Seit 2022 wurden rund 500 Kilogramm Saatgut verschiedener Gras- und Kleearten ausgebracht und rund 10.000 Pflanzen gesetzt.

Waldaufbau dauert, Niederösterreich stärkt die Vorsorge

In 20 bis 30 Jahren sollen auf den betroffenen Flächen wieder acht bis zehn Meter hohe, klimafitte Bäume wachsen. Czernohorszky sagte, es könne rund 100 Jahre dauern, bis sich der Wald vollständig regeneriert habe. Die Entwicklung wird laufend beobachtet, teilweise auch mithilfe von Drohnen.

Pernkopf zufolge investiert das Land in Ausrüstung, Ausbildung, Vorbereitung und Vorbeugung. Dazu gehören Führungscontainer mit Einsatzleitstand, Drohnen mit Wärmebildkameras und mehr als 30 Spezialfahrzeuge. Der Sonderdienst Waldbrand wurde auf 600 Feuerwehrleute aufgestockt. Sie unterstützen auch Einsätze im Ausland und sammeln dort Erfahrungen.

Zur Waldbrandprävention zählen die Sicherung von Löschwasser und aktuellen Einsatzplänen, die Pflege von Wegen und die Durchforstung. Außerdem soll die Bevölkerung für die Gefahren durch weggeworfene Zigaretten sensibilisiert werden. Czernohorszky betonte: „Im Wald darf kein Feuer gemacht werden.“

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