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Graz: 24 Anträge beschlossen, Zukunftsraum heißt AREA Süd

Die Landesregierungen beschlossen in Graz 24 Anträge für eine engere Zusammenarbeit. Der gemeinsame Zukunftsraum heißt künftig AREA Süd.

Die Landesregierungen von Kärnten und der Steiermark beschlossen bei ihrem Treffen in Graz 24 Anträge zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner und der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek fassten die Beschlüsse gemeinsam mit ihren Regierungsteams.

Die Beschlüsse reichen von einer gemeinsamen Hochschulstrategie bis 2030 über eine verstärkte Zusammenarbeit in Medizin und Gesundheitsversorgung bis zu gemeinsamen Initiativen in Forschung, Tourismus, Katastrophenschutz und Infrastruktur.

Der gemeinsame Zukunftsraum trägt künftig den Namen AREA Süd. Die Wirtschaftskammern Kärnten und Steiermark hatten diese Bezeichnung bereits Jahre vor der Eröffnung der Koralmbahn entwickelt und positioniert.

Der Wirtschaftsraum umfasst rund 1,8 Millionen Menschen

Der Wirtschaftsraum umfasst rund 1,8 Millionen Menschen, mehr als 50.000 Arbeitgeberbetriebe mit etwa 730.000 Beschäftigten und eine Wirtschaftsleistung von knapp 70 Milliarden Euro. Entlang der Achse Graz–Klagenfurt entsteht damit nach Wien der zweitgrößte Ballungsraum Österreichs.

Eine gemeinsame Befragung der Wirtschaftskammern unter mehr als 1.000 Unternehmen hatte 2025 ergeben, dass 90 Prozent eine verstärkte Kooperation zwischen Kärnten und der Steiermark positiv oder überwiegend positiv beurteilen.

Wirtschaftskammern schlagen gemeinsame Organisationsstruktur vor

Die Wirtschaftskammern schlagen eine eigenständige, schlanke Organisation vor, die alle Stakeholder des gemeinsamen Wirtschaftsraums einbindet und dessen koordinierte Weiterentwicklung vorantreibt. Vorgesehen sind ein AREA Süd Zukunftsrat, ein Entwicklungsforum und eine kleine hauptamtliche Geschäftsstelle.

Dem Entwicklungsforum sollen neben den beiden Ländern und Wirtschaftskammern unter anderem die Städte Graz, Klagenfurt und Villach, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Sozialpartner, Tourismusverbände sowie Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen angehören. Geplant sind zudem eine paritätische Trägerschaft und Führung durch Kärnten und die Steiermark sowie ein jährlich veröffentlichter AREA-Süd-Monitor zu Pendlerströmen, Arbeitsmarkt, Betriebsansiedlungen, Forschung, Verkehr, Tourismus und gemeinsamen Projekten.

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