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Grazer Gemeinderat beschließt Kauf für Park-and-Ride in Andritz

Für die 10.516 Quadratmeter große Fläche beträgt der Mittelbedarf rund 3,62 Millionen Euro. Zudem genehmigte der Rat zwei Sanierungen.

Bei seiner Sitzung am 24. September 2026 angelobte der Grazer Gemeinderat Jürgen Angerer (FPÖ), Roland Zistler (FPÖ) und Andreas Molnar (ÖVP) als neue Mitglieder. Sie folgen auf frei gewordene Mandate und legten das Gelöbnis „Ich gelobe“ ab.

Der Gemeinderat beschloss den Ankauf einer 10.516 Quadratmeter großen Fläche an der Grabenstraße 244 in Andritz. Sie ist im Flächenwidmungsplan als Vorbehaltsfläche für eine Park-and-Ride-Anlage ausgewiesen. Damit soll im Norden des Grazer Stadtgebiets eine Anlage entstehen und die Stellplatzsituation im innerstädtischen Bereich entlastet werden. Die Fläche ist direkt an die Straßenbahnlinien 3 und 5 angebunden.

Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 3.365.120 Euro. Einschließlich der üblichen Kaufneben- und Verfahrenskosten liegt der gesamte Mittelbedarf bei rund 3,62 Millionen Euro. Die Stadt Graz trägt die Kosten für Vertragserrichtung und treuhändige Abwicklung. Ausbezahlt wird der Kaufpreis erst nach Eintragung des Eigentumsrechts für die Stadt. Der Beschluss fiel einstimmig.

Auf den Grundstücken wurden bisher keine Aufschließungsmaßnahmen durchgeführt. Die nötigen Leitungen und Einrichtungen befinden sich laut Gemeinderatsstück in unmittelbarer Nähe. Für die künftige Nutzung braucht es eine Zufahrtsbewilligung des Landes Steiermark und den Ausbau einer Kreuzung. Ein geotechnisches Gutachten ergab keine Hinweise auf wesentliche Verunreinigungen oder Kontaminationen. Für Verkehrsflächen sind Bodenverbesserungsmaßnahmen nötig.

Dachse untergruben die Stützmauer am Schloßberg

Die Stützmauer rund um das städtische Wohnhaus Schloßberg 1 wird saniert. Bei Arbeiten am Gebäude wurden 2024 massive Absenkungen im oberen Bereich der Natursteinmauer und Risse festgestellt. Zahlreiche zugewanderte Dachse untergruben und höhlten den terrassierten Freibereich durch Zugangsröhren, unterirdische Gangsysteme und größere Hohlräume aus. Laut Gutachten ist die Standsicherheit der Stützwand nicht mehr dauerhaft gegeben und eine zeitnahe Sanierung erforderlich. Der Gemeinderat genehmigte dafür einstimmig insgesamt 1,66 Millionen Euro netto für 2026 und 2027.

Die denkmalgeschützte Liegenschaft gehört der Stadt Graz und ist Wohnen Graz zugeordnet. Die historische Natursteinwand soll in ihrer ursprünglichen Erscheinung erhalten bleiben. Eine vorgelagerte Stahlbetonkonstruktion soll sie sichern. Dafür wird am Mauerfuß ein neues Fundament errichtet und mit Stahlankern, die bis in tragfähige Felsschichten gebohrt werden, verbunden. Planungsarbeiten und Genehmigungsverfahren haben bereits begonnen.

Wohnen Graz saniert 36 Wohnungen am Hollerweg

Die städtischen Wohnhäuser am Hollerweg 2, 4 und 6 werden umfassend energetisch saniert. Die Anlage aus den 1950er-Jahren umfasst 36 Wohnungen. Der Gemeinderat beauftragte Wohnen Graz mit der Umsetzung. Die Kosten betragen rund 2,4 Millionen Euro exklusive Umsatzsteuer, einschließlich Finanzierungskosten und Reserven. Der Beschluss fiel mehrheitlich.

Neben der energetischen Sanierung sind Verbesserungen an der Gebäude- und Haustechnik vorgesehen. Die Bauleistungen wurden bereits ausgeschrieben. Der errechnete Heizwärmebedarf soll durch die thermischen Maßnahmen von derzeit 171 auf künftig 36 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr sinken. Dadurch sollen jährlich rund 54 Tonnen CO2 eingespart werden.

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