Internetbetrug in der Steiermark: Vier Fälle mit fast 500.000 Euro Schaden
Bild mit KI erstellt Vier aktuelle Betrugsfälle verursachten in der Steiermark fast 500.000 Euro Schaden. Die Polizei rät zu Vorsicht bei Online-Kontakten und Geldanlagen.
Vier aktuelle Fälle von Internetbetrug haben in der Steiermark einen Schaden von fast 500.000 Euro verursacht. Die Landespolizeidirektion Steiermark warnt vor Betrugsversuchen über soziale Netzwerke und Online-Plattformen.
Die Zahl der angezeigten Internetbetrugsfälle stieg in der Steiermark von 1.045 im Jahr 2016 auf 4.332 im Jahr 2025. Gegenüber 2024 bedeutet das einen Anstieg um 5,6 Prozent. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 31,9 Prozent.
Frauen überwiesen Geld nach Kontakt über soziale Netzwerke
Ende Juli stieß eine 27-Jährige aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld auf Instagram auf eine Werbung für vermeintliche Geldanlagen. Nach Kontakten über WhatsApp und Telegram überwies sie mehr als 6.000 Euro auf Konten im In- und Ausland. Eine Auszahlung von 238 Euro sollte Vertrauen schaffen. Als sie auf die angebliche Anlage nicht mehr zugreifen konnte, erstattete sie Anzeige.
Eine 65-jährige Grazerin lernte auf Facebook einen Mann kennen, der sich als Militärarzt im Jemen ausgab. Unter anderem verlangte er Geld für eine Rückkehr nach Österreich und für seinen angeblich kranken Sohn. Die Frau schickte in vier Postsendungen 237.000 Euro Bargeld an Adressen in Wien und Italien. Eine weitere Forderung im Namen der UNO veranlasste sie zur Anzeige.
Eine 74-jährige Grazerin wurde im Juni durch eine YouTube-Werbung auf einen angeblichen Finanzexperten aus Deutschland aufmerksam. Sie tätigte zehn Überweisungen auf Konten in verschiedenen Ländern und nutzte auch Krypto-Wallets. Eine vermeintliche Investmentseite sowie eine Bonuszahlung von 1.000 Euro erweckten den Eindruck einer Geldanlage. Nach dem Kontaktabbruch fehlten mehr als 173.000 Euro.
Eine 50-jährige Steirerin verlor rund 77.000 Euro an einen angeblich in den USA lebenden Piloten. Der Kontakt begann auf Facebook. Über mehrere Monate baute der Mann Vertrauen auf und forderte unter Vorwänden Geld.
Polizei empfiehlt Vorsicht bei Zahlungen im Internet
Die Polizei rät, Online-Bekanntschaften und Geldanlagen kritisch zu prüfen, keine Bank- oder Zugangsdaten weiterzugeben und vor Zahlungen Vertrauenspersonen einzubeziehen. Nach bereits erfolgten Überweisungen oder der Weitergabe persönlicher Daten sollen Betroffene den Kontakt beenden, Belege sichern, Zugangsdaten ändern und rasch Anzeige erstatten.
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