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Jeder siebente Cyberangriff auf Wiener Unternehmen war erfolgreichBild mit KI erstellt

Jeder siebente Cyberangriff auf Wiener Unternehmen war erfolgreich. Im Vorjahr war es noch jeder sechste Angriff.

In diesem Jahr war jeder siebente Cyberangriff auf ein Wiener Unternehmen erfolgreich. Im Vorjahr war es noch jeder sechste Angriff. Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien, erklärte, die Unternehmen seien besser vorbereitet. Von Entwarnung könne aber keine Rede sein, weil Cyberkriminelle zunehmend professioneller würden und Künstliche Intelligenz einsetzten.

KPMG führte die Studie „Cybersecurity in Österreich“ gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Sicheres Österreich bereits zum elften Mal durch. Die Wiener Ergebnisse wurden dabei zum vierten Mal gesondert ausgewiesen.

KI-gestützte Werkzeuge spüren Schwachstellen schneller auf

Das Ausnutzen von Hard- und Softwareschwachstellen erreichte mit 56 Prozent erstmals die Top 7 der Angriffsarten. Laut Studie nutzen Cyberkriminelle zunehmend KI-gestützte Werkzeuge, um Schwachstellen schneller aufzuspüren und automatisiert auszunutzen.

Rund 60 Prozent der Wiener Unternehmen sind Ein-Personen-Unternehmen. Rund 78 Prozent der Wiener KMU beschäftigen ein bis neun Mitarbeiter. Diese Betriebe verfügen meist über keinen firmeninternen IT-Experten oder keine IT-Abteilung.

In Wien gibt es aktuell rund 13.800 IT-Dienstleister, das entspricht 10,7 Prozent der Wiener Unternehmen. Von ihnen sind 437 auf IT-Security spezialisiert. Heimhilcher riet Unternehmen zu einem IT-Dienstleister, der im Notfall erreichbar ist oder das IT-System des Betriebs laufend remote überwacht.

Fehlverhalten von Mitarbeitern war bei 65 Prozent ausschlaggebend

Bei 65 Prozent der erfolgreichen Angriffe war ein Fehlverhalten von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern ausschlaggebend. Jeweils 35 Prozent waren auf schwache Passwörter beziehungsweise Phishing zurückzuführen, 29 Prozent auf unzureichendes Patchmanagement. Jeder fünfte Angriff erfolgte über die Lieferkette. Ein Fünftel der von Cybercrime betroffenen Unternehmen war von einem länger andauernden Unternehmensstillstand betroffen.

Heimhilcher appellierte an betroffene Unternehmen, Cyberangriffe bei den Behörden in Wien anzuzeigen. Mitgliedsbetriebe der WK Wien zahlen bei einem Cyberversicherungsprodukt mit besonderen Bedingungen im Fall einer Cyberattacke nur den halben Selbstbehalt. Unternehmen ohne IT-Dienstleister können seit 2017 die Cybersecurity-Hotline der WKO unter 0800 888 133 nutzen. Sie ist 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche erreichbar. Nach einer kostenlosen Erstauskunft wird auf Wunsch der Kontakt zu einem auf Cybersecurity spezialisierten IT-Unternehmen in der Nähe des Unternehmens hergestellt.

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