Klagenfurt plant Hitzeschutzfonds aus Parkgebühren

Klagenfurt will die Hälfte der Parkgebühren in der Ostbucht für Hitzeschutz und Klimaanpassung reservieren.
Die Stadt Klagenfurt will die Hälfte der eingehobenen Parkgebühren in der Ostbucht zweckgebunden für Hitzeschutz- und Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen verwenden. Dafür soll ein dauerhafter Hitzeschutzfonds eingerichtet werden.
Die Hälfte der Parkgebühren in der Ostbucht wird mit durchschnittlich 600.000 Euro bemessen. Der Fonds soll auch durch Förderungen und private Gelder ergänzt werden können und auf den stadteigenen Verein Climate Funds Klagenfurt sowie die stadteigene IPAK GmbH zurückgreifen.
Ein interdisziplinäres Gremium unter Leitung der Abteilung Stadtplanung soll festlegen, welche Maßnahmen wann umgesetzt werden, und die Vorschläge dem Stadtsenat zur Beschlussfassung vorlegen. Dem Gremium gehören Vertreter der Abteilungen Stadtplanung, Klima- und Umweltschutz, Stadtgarten, Soziales sowie Straßenbau und Verkehr an. Die Vizebürgermeister Rabitsch und Jonke wollen den Antrag in der nächsten Stadtsenatssitzung einbringen.
Bis 2030 soll sich Klagenfurt zu einer hitzestabilen, klimaresilienten Stadt entwickeln. Bis dahin sollen mindestens 1.000 neue Bäume gepflanzt werden. Vorgesehen sind außerdem Baumpflanzungen an Hitzehotspots, die Umsetzung des Schwammstadtprinzips, die Förderung privater Innenhöfe, Entsiegelung, Begrünung, Trinkwasserbrunnen sowie Klimatisierung und passive Kühlung in Schulen, Pflegeheimen und Amtsgebäuden. Zudem sollen konsumfreie „Cool spots“ eingerichtet werden.
Bei Neugestaltungen und Sanierungen öffentlicher Plätze sollen diese Maßnahmen in die Planung einfließen. Der Fokus liegt auf Schulwegen, Rad- und Gehwegen, Plätzen, Parkplätzen, Innenhöfen und dicht aneinander gebauten Gebäuden.
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