Ministerium plant Investitionspflicht für Streamingdienste

Die geplante Regelung soll zusätzliche Produktionen und Arbeitsplätze schaffen, ohne Österreichs Filmstandort zu benachteiligen.
Das Wirtschaftsministerium arbeitet an einer österreichischen Investitionspflicht für Streamingdienste. Die Entscheidung der EU-Kommission zum deutschen Modell einer Streamingabgabe bekräftigt nach Darstellung des Ministeriums diese Haltung.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer formulierte bei einem Setbesuch der Serie „Der Bergdoktor“ in Ellmau zwei Bedingungen für die geplante Regelung. Sie muss wirtschaftlich verträglich sein sowie zusätzliche Produktionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich schaffen. Außerdem darf der österreichische Filmstandort gegenüber europäischen Mitbewerbern keinen Wettbewerbsnachteil erleiden.
Das Förderprogramm FISA plus wird weiter abgesichert. Für 2026 und 2027 stehen jeweils rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Das soll insbesondere mehrjährigen Film- und Serienproduktionen größtmögliche Planungssicherheit bieten.
Laut Evaluierung löst ein Förder-Euro insgesamt 3,41 Euro Wertschöpfung aus. Allein 2023 und 2024 wurden durch FISA plus rund 390 Millionen Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in Österreich ausgelöst.
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