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Wien sperrt Salztorbrücke ab 10. November 2026 für Pkw und LkwBild mit KI erstellt

Ab 10. November 2026 ist die Salztorbrücke für Pkw und Lkw gesperrt. Zu Fuß, mit dem Rad und im Citybus 2A bleibt die Querung möglich.

Die Stadt Wien sperrt die Salztorbrücke ab 10. November 2026 vorsorglich für Pkw und Lkw. Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie der Citybus 2A können die Brücke weiter nutzen. Derzeit queren täglich rund 12.000 Fahrzeuge, rund 3.000 Radfahrerinnen und Radfahrer sowie rund 6.100 Fußgängerinnen und Fußgänger die Brücke. Nach der Sperre wird der motorisierte Verkehr in Richtung 1. Bezirk über die Roßauer Brücke und in Richtung 2. Bezirk über die Marienbrücke und die Augartenbrücke geführt.

Die 91 Meter lange Salztorbrücke verbindet seit ihrer Eröffnung 1961 den 1. und 2. Wiener Gemeindebezirk über den Donaukanal. Sie ist eine besondere Spannbetonkonstruktion und die einzige ihrer Art in Wien. Die MA 29 prüft sie regelmäßig und überwacht sie mit Sensoren sowie laufenden Riss-, Neigungs- und Schallemissionsmessungen. Nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden im Jahr 2024, die eine ähnliche Spannstahlkonstruktion hatte, wurden die Untersuchungen weiter intensiviert.

Expertenkommission empfiehlt den Neubau

Eine Expertenkommission unter Leitung des Brückenexperten Patrick Huber von der TU Wien beobachtet und bewertet den Zustand der Brücke. Die Untersuchungen wurden 2026 verstärkt und ein Belastungstest durchgeführt. Die Messwerte wurden mit den Ergebnissen eines Berechnungsmodells verglichen. Huber empfahl den Neubau. Laut Huber kann die Brücke nach derzeitigem Kenntnisstand bei reduzierter Verkehrslast und engmaschigem Monitoring weiter sicher genutzt werden. Sollte das Monitoring Spanndrahtbrüche an kritischen Stellen oder Biegerisse feststellen, ist eine sofortige Sperre des Brückenverkehrs erforderlich.

Die Planungen für die Neukonstruktion starten unmittelbar nach der Sperre. Danach folgen Ausschreibung, Wettbewerb und die Umlegung der Versorgungsleitungen. Der Abbruch der Brücke beginnt Anfang 2028, die Neuerrichtung Anfang 2029. Während der Rückbauarbeiten sollen wichtige Leitungen für Fernwärme, Strom und weitere Infrastrukturverbindungen über den Donaukanal durchgehend in Betrieb bleiben.

Neubau schafft mehr Platz für Rad- und Fußverkehr

Die neue Brücke soll Radfahrerinnen und Radfahrern mehr Platz und attraktivere Verbindungen bieten. Für Fußgängerinnen und Fußgänger ist eine komfortablere und sicherere Querung vorgesehen. Busse sollen die Brücke weiterhin nutzen können. Nach Abschluss der Arbeiten wird sie wieder für den Individualverkehr geöffnet.

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