Digitaler Stadtplan bündelt psychosoziale Hilfen in Graz

Der Grazer Stadtplan Seelische Gesundheit zeigt erstmals gebündelt psychosoziale Anlaufstellen für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte.
Der digitale Grazer Stadtplan Seelische Gesundheit bietet erstmals einen gebündelten Überblick über psychosoziale Unterstützungsangebote in Graz. Betroffene, Angehörige und Fachkräfte können damit passende Anlaufstellen finden.
Die Förderung der seelischen Gesundheit ist seit mehreren Jahren ein Schwerpunkt des Grazer Gesundheitsamtes. Es will Menschen informieren, bevor Krisen entstehen, bestehende Hilfsangebote besser vernetzen und den Zugang zu Unterstützung erleichtern.
Aktionen in Graz machten seelische Gesundheit sichtbar
Am 1. Oktober lud Achterbahn Steiermark gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Graz ins Café ZAPO im Park am Hasnerplatz ein. Anlass war das 20-jährige Bestehen von Achterbahn. Bei der Jubiläumsausgabe gab es Informationsstände psychosozialer Einrichtungen, persönliche Gespräche, Livemusik und ein Rahmenprogramm. Zahlreiche Besucher kamen miteinander ins Gespräch und lernten Unterstützungsangebote kennen.
Am 10. Oktober leuchtete der Grazer Uhrturm zum Welttag der seelischen Gesundheit als Zeichen der Hoffnung grün. Die Initiative „Psychische Erkrankung & Kino“ zeigte den Film „Nur eine Frau – A Regular Woman“ aus dem Jahr 2019. Er thematisiert geschlechtsspezifische Gewalt und deren psychische Auswirkungen auf Betroffene. Danach gab es eine Diskussion mit Expert:innen.
Der Tag der Seelischen Gesundheit fand am 15. Oktober in der Arbeiterkammer Graz statt. Psychosoziale Einrichtungen und Initiativen stellten ihre Arbeit vor, beantworteten Fragen und nahmen sich Zeit für persönliche Gespräche. Beim Podiumsgespräch „Neue Wege, neue Perspektiven“ berichteten Menschen mit eigenen Erfahrungen von psychischen Erkrankungen, Diagnosen, Unterstützung und Neuorientierung.
Stadtrat Robert Krotzer dankte den beteiligten Organisationen, Initiativen, Fachkräften und Menschen mit eigener Erfahrung für ihre Zeit, ihr Wissen und ihre persönlichen Geschichten. Er sagte, die gemeinsame Arbeit werde auch nach den Aktionswochen fortgesetzt, damit Menschen in Graz Unterstützung finden, wenn sie diese brauchen.
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