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KI-Symbolbild: Verfärbte Weinblätter und ein Tablet mit digitaler Blattansicht.Bild mit KI erstellt

Ein Projekt soll Goldgelbe Vergilbung und Rebzikade früher erkennen. Die Steiermark trägt 65.840 Euro, die Laufzeit endet am 30. Juni 2029.

Ein österreichweites Forschungsprojekt soll KI-gestützte Erkennungssysteme entwickeln und erproben. Sie sollen Goldgelbe Vergilbung und ihren Überträger, die Amerikanische Rebzikade, frühzeitig nachweisen. Umgesetzt wird das Projekt von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf Antrag der Steiermark.

Die Rebkrankheit breitet sich zunehmend in europäischen Weinbaugebieten aus. Sie befällt Reben und kann Erträge sowie Weinqualität erheblich beeinträchtigen. Die Amerikanische Rebzikade ist ihr Hauptüberträger. Die Krankheit selbst lässt sich nur eingeschränkt bekämpfen, weshalb frühe Erkennung und die Kontrolle des Überträgers wichtig sind. Besonders betroffen sind die Nachbarn. Auch in der Steiermark und im Burgenland besteht dadurch ein besonders hohes Risiko.

Drohnen sollen Risikogebiete überwachen

In steirischen Risikogebieten sollen Drohnen Luftbilder aufnehmen. Verschiedene KI-Auswertesysteme werden auf Genauigkeit und Praxistauglichkeit verglichen. Damit soll ermittelt werden, welche Verfahren sich am besten für die Überwachung der Weinbaugebiete eignen. Außerdem ist ein österreichweites Team geschulter Drohnenpiloten vorgesehen.

Auch auf Traktoren soll ein Bildaufnahmesystem mit KI-Software angebracht werden. Es soll Krankheitssymptome während regulärer Bewirtschaftungsfahrten möglichst kostengünstig und in Echtzeit erkennen.

Das Projekt sieht zudem Risikomodelle für die österreichischen Weinbaugebiete vor. Daten zu Infektionsraten und zur genetischen Typisierung der Krankheitserreger sollen die Risikobewertung verbessern. Nachhaltige Strategien gegen die Amerikanische Rebzikade werden entwickelt und in der Praxis getestet.

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer sagte, die Steiermark habe bereits im Vorjahr ein rigoroses Kontrollsystem, gezielte Beratung und empfindliche Strafen auf den Weg gebracht, um Früherkennung und Prävention zu stärken. KI und Drohnen könnten künftig zusätzlich dabei helfen, befallene Reben rechtzeitig zu erkennen und die Ausbreitung einzudämmen. Als Ziel nannte Schmiedtbauer, die Krankheit bestmöglich einzudämmen und Weinbaubetriebe nachhaltig zu schützen, die bereits mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen hätten.

Die AGES arbeitet mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien zusammen. Das Projekt läuft bis 30. Juni 2029. Der gesamte Finanzierungsbedarf beträgt 578.633,01 Euro, davon entfallen 65.840 Euro auf die Steiermark.

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