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EEÖ sieht Erneuerbaren-Ausbau in Österreich im RückstandBild mit KI erstellt

Der Anteil erneuerbaren Stroms am Inlandsverbrauch sank laut EEÖ von 90 Prozent 2024 auf 73 Prozent 2025. Auch der Ausbau mehrerer Energieträger stockt.

Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) sieht den Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung in Österreich seit dem Rekordjahr 2023 deutlich gebremst. Windkraft, Wasserkraft und Bioenergie blieben laut Verband hinter dem notwendigen Niveau, auch bei der Photovoltaik schwächte sich der Ausbau ab.

Der EAG-Monitoringbericht der E-Control überprüft die Umsetzung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG), das bis 2030 eine bilanziell vollständige Versorgung mit erneuerbarem Strom sicherstellen soll. Der Anteil erneuerbaren Stroms am Inlandsstromverbrauch lag laut Mitteilung 2024 bei 90 Prozent und 2025 bei 73 Prozent. Der EEÖ hält Erzeugungsbedingungen wie die Wasserführung zwar für relevant, aber nicht für eine Erklärung der Entwicklung. Für einen langfristig höheren Anteil müssten laufend neue Anlagen gebaut werden.

Windkraft bleibt hinter dem jährlichen Ausbauziel zurück

Für die Windkraft wären laut EAG im Jahresdurchschnitt 400 MW zusätzliche Leistung nötig, um das Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom zu erreichen. 2025 kamen 129 MW hinzu. EEÖ-Geschäftsführerin Martina Prechtl-Grundnig fordert, Windkraftprojekte rasch zu genehmigen und umzusetzen.

Bei der Wasserkraft lag der Ausbau 2025 laut Monitoringbericht bei etwas mehr als einem Zehntel des jährlichen Solls von 125 MW. Der EEÖ sieht zunehmend höhere Hürden durch Auflagen. Bei fester Biomasse sank die installierte Leistung um 3 MW. Nach Angaben des Verbands berücksichtigten die Marktprämiengutachten der vergangenen beiden Jahre die tatsächliche Markt- und Kostenentwicklung nicht ausreichend und brachten zahlreiche Anlagen unter Druck.

Bei der Photovoltaik wurden 2025 1.603 MW zugebaut, 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Beim erneuerbaren Gas flossen im selben Jahr 0,16 TWh Biomethan ins öffentliche Gasnetz. Das EAG sieht bis 2030 ein Ziel von 5 TWh vor. Laut E-Control-Bericht fehlt es bei erneuerbaren Gasen weiterhin an Dynamik, während potenzielle Anlagenbetreiber und neue Projekte auf gesetzliche Rahmenbedingungen warten.

EEÖ fordert raschere Genehmigungen von Bund und Ländern

Der EEÖ verlangt ausreichend Flächen, wirksame Beschleunigungsgebiete und effizientere Genehmigungsverfahren. Zahlreiche Genehmigungskompetenzen lägen bei den Bundesländern. Das inzwischen beschlossene Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) soll Bund und Länder stärker in die Verantwortung nehmen. Seine Wirksamkeit steht laut Mitteilung auf dem Prüfstand.

Prechtl-Grundnig spricht sich für einen breiten Mix aus erneuerbaren Energien aus und fordert mehr Tempo bei allen Technologien. Den Ausbau von Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie bezeichnet sie als Vorsorge gegen eine weitere Energiekrise.

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