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Grundverkehrsprüfung in Klagenfurt läuft teilautomatisiert

Die Stadt Klagenfurt kann Negativbestätigungen rascher ausstellen, seit die Grundverkehrsprüfung digital teilautomatisiert läuft.

Seit Oktober 2026 wird die grundverkehrsbehördliche Prüfung in Klagenfurt digital und teilautomatisiert abgewickelt. Die Stadt prüft jährlich rund 2.000 Fälle beim Erwerb von Grundstücken, Liegenschaften und Wohnungen.

Für die meisten Rechtsgeschäfte stellt die Stadt eine Negativbestätigung aus. Sie besagt, dass dafür keine grundverkehrsbehördliche Genehmigung nötig ist. Ohne diese Bestätigung kann ein Kaufvertrag nicht im Grundbuch einverleibt werden.

Stadt kann Negativbestätigungen rascher ausstellen

Der Grundverkehrsprozess gehört nun zu den E-Formularen, die die Abteilung Baurecht und Gewerberecht seit Jahren anbietet. Die Abteilung Vermessung und Geoinformation sowie die Stabstelle Informationstechnologie arbeiteten an der Umsetzung mit. Der Prozess wurde über eine Anbindung an das Geographische Informationssystem und den Digitalen Zwilling der Landeshauptstadt Klagenfurt teilautomatisiert.

Die digitale Abwicklung ermöglicht es, Negativbestätigungen rasch und effizient auszustellen, und beeinflusst die weitere Abwicklung von Grundstücksverkäufen positiv. Mag. Karin Zarikian, Leiterin der Abteilung Baurecht und Gewerberecht, sagte, der Digitalisierungsschritt wirke sich unmittelbar auf die Dauer der Verfahren aus.

Die Notariatskammer Kärnten begrüßt die Beschleunigung. Kauf- und Schenkungsverträge, deren grundbücherliche Durchführung von der grundverkehrsbehördlichen Bestätigung abhängt, könnten nach Abschluss des Rechtsgeschäfts zügig im Grundbuch durchgeführt werden, erklärte die Kammer. Die Rechtsanwaltskammer Kärnten begrüßt die Neuerung, weil sie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten als Vertragserrichtern und Parteienvertretern die Einbringung von Anträgen bei Behörden erleichtere. Eine raschere Erledigung durch die Teilautomatisierung wäre aus ihrer Sicht ein zusätzlicher Vorteil.

Mag. Isabella Jandl, Magistratsdirektorin, nannte benutzerfreundliche Online-Formulare und KI-Systeme als Beispiele digitaler Innovation. Der gezielte Ausbau solle ein rund um die Uhr erreichbares Bürgerservice schaffen und interne Strukturen im Rathaus optimieren.

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