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Kärnten plant bis 2028 rund 112 Millionen Euro für GemeindenBild mit KI erstellt

Bis 2028 fließen rund 112 Millionen Euro ins Kärntner Bedarfszuweisungsmodell. Neue Schwerpunkte sind Straßen, Partnerschaften, Hitzeschutz und Baukultur.

Bis 2028 fließen rund 112 Millionen Euro in das Bedarfszuweisungsmodell. Schwerpunkte sind Gemeindepartnerschaften, kommunale Straßen und die neue Baukulturförderung. Bei einer Bürgermeister:innenkonferenz im Casineum Velden stellte Gemeindereferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger die Vorhaben für die kommenden Jahre vor.

Für 2027 wird der bestehende Rahmen der Bedarfszuweisungen einmalig fortgeschrieben. Innerhalb des Rahmens stehen rund 81 Millionen Euro bereit. Außerhalb des Rahmens setzt das Land neue Förderschwerpunkte bei kommunalen Straßen, Gemeindepartnerschaften, Hitzeschutzmaßnahmen und Baukultur. Für 2028 ist eine Weiterentwicklung des Verteilungsmodells vorgesehen. Dabei soll die Aufgabenorientierung der Gemeinden stärker berücksichtigt werden. Kommunale Straßen sowie Kinderbetreuung und elementare Bildung sind unter anderem als Parameter vorgesehen.

Gemeindepartnerschaften können bis zu 80 Prozent Förderung erhalten

Neue Partnerschaften sollen innovative und wirtschaftlich nachhaltige Projekte ermöglichen, die mindestens zwei Gemeinden gemeinsam entwickeln. Als mögliche Bereiche nennt das Land die Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene und überregionale Infrastrukturprojekte. Dafür ist eine individuelle Förderung von bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten möglich.

Für Sanierungen und Instandhaltungen im kommunalen Straßennetz können Gemeinden in den Jahren 2027 und 2028 Förderungen von bis zu 150.000 Euro je Gemeinde beziehungsweise bis zu 75.000 Euro pro Jahr beantragen.

Der Hitzeschutz in Elementarbildungseinrichtungen und Volksschulen wird fortgesetzt. Die 2026 gestartete Initiativförderung umfasste 4,5 Millionen Euro. 98 Gemeinden reichten 300 Maßnahmen ein, darunter Bepflanzungen, Freiraumkonzepte sowie Beschattungs- und Kühlsysteme. Für 2027 ist weitere Unterstützung vorgesehen. Nachhaltige Klimafitprojekte sollen fachlich begleitet werden.

Land fördert künftig Entwicklungskonzepte für Gemeinden

Bei der Baukulturförderung werden künftig auch Entwicklungskonzepte gefördert. Sie sollen eine nachhaltige Orts- und Gemeindeentwicklung ermöglichen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber zufolge flossen in den vergangenen Jahren 1,22 Milliarden Euro aus seinen Ressorts und jenen von Landesrat Sebastian Schuschnig in Kärntens Regionen. Als Beispiele nannte Gruber Straßen und Brücken, regionale Projekte sowie die Entwicklung von Ortskernen. Er sprach sich für eine langfristige Regionalentwicklung über Gemeindegrenzen hinweg aus und verwies auf mögliche Zusammenarbeit bei Betriebsansiedlungen, Mobilität, Infrastruktur und größeren regionalen Projekten.

Bei der Bürgermeister:innenkonferenz standen außerdem Best-Practice-Beispiele zu Gemeindepartnerschaften und eine Abschlussdiskussion auf dem Programm.

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