Kärnten plant Partnerschaft mit Präfektur Hiroshima

Eine Abordnung aus Hiroshima soll demnächst nach Kärnten kommen. Kultur, Bildung und Forschung sind mögliche Felder der geplanten Partnerschaft.
Landeshauptmann Daniel Fellner empfing Japans Botschafter in Österreich, Kiminori Iwama, zu einem Arbeitsgespräch im Amt der Kärntner Landesregierung. Im Mittelpunkt standen die Beziehungen zwischen Kärnten und Japan sowie die geplante Partnerschaft mit der Präfektur Hiroshima. Fellner sagte, eine Abordnung aus der Präfektur werde demnächst nach Kärnten kommen. Als mögliche Kooperationsfelder nannte er Kultur, Bildung und Forschung, aus denen sich auch wirtschaftliche Zusammenarbeit entwickeln könnte. Iwama sicherte der Partnerschaft volle Unterstützung zu.
Zu den bestehenden Kontakten zählt die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Pörtschach am Wörthersee und der japanischen Stadt Fujikawaguchiko. Fellner verwies auf die langjährige Zusammenarbeit mit Japan im Rahmen der internationalen Forschungsgesellschaft INTERPRAEVENT. Die nächste Konferenz der Organisation findet im Oktober in Sapporo statt. Vertreter des Landes Kärnten werden daran teilnehmen. Fellner betonte die Bedeutung des internationalen Austauschs über Erkenntnisse, Technologien und Präventionsmaßnahmen im Katastrophenschutz sowie den möglichen Nutzen gegenseitiger Erfahrungen.
Kärnten verfügt insbesondere in den Bereichen Mikroelektronik, Leistungselektronik, Automatisierung und nachhaltige Produktion über Kompetenzen mit Anknüpfungspunkten zum japanischen Markt. Mit Infineon bestehen starke Verbindungen in der Halbleitertechnologie. Nachhaltige Energietechnologien aus Kärnten, etwa zur Energiegewinnung aus Biomasse, kommen bereits in Japan zum Einsatz.
Beide Seiten sehen großes Potenzial in Wissenschaft und Forschung. Iwama besuchte bereits im Juni die Universität Klagenfurt und tauschte sich dort über den Ausbau der Zusammenarbeit mit japanischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus. Besonderes Interesse zeigte er an Kärntner Forschung zu Drohnentechnologie und Robotik im Lakeside Science & Technology Park. Japan und Kärnten verbinden bereits zahlreiche Kontakte in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur. Fellner sprach sich dafür aus, diese stärker zu bündeln und weiterzuentwickeln, damit konkrete gemeinsame Projekte entstehen können.
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