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KI-Symbolbild: Ein roter Einkaufswagen steht in einem Bekleidungsgeschäft.Bild mit KI erstellt

Die erste Handels-KV-Runde endet nach fünf Stunden ohne Einigung. Die GPA verlangt 3,8 Prozent mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.

Auch nach fünf Stunden gab es am 22. Oktober 2026 keinen Abschluss zwischen Arbeitgeberseite und Gewerkschaft GPA: Die erste Runde zum Handelskollektivvertrag blieb ohne Einigung. Gegenstand der Gespräche waren die Gehälter der Handelsangestellten in Österreich. Ein Angebot der Arbeitgeberseite lag in dieser Runde nicht auf dem Tisch.

Für die GPA führt Linda Keizer die Verhandlungen. Die Gewerkschaft verlangt eine Gehaltserhöhung um 3,8 Prozent. Keizer verwies auf bereits vorgesehene Gewinnausschüttungen in Höhe einer Milliarde. Zur Begründung des verlangten Gehaltsplus führte sie an, dass die Beschäftigten in den vergangenen Jahren an Kaufkraft eingebüßt hätten. Auch die nach wie vor geringe Nachfrage im Inland nannte sie als Grund für die Forderung.

Einen weiteren Schwerpunkt setzt die GPA bei der Arbeitszeit: Wer kurzfristig einen zusätzlichen Dienst übernimmt, soll dafür einen Zuschlag erhalten. Auch bei Mehrarbeit will die Gewerkschaft Zuschläge durchsetzen, und zwar beginnend mit der ersten Stunde. Außerdem soll eine Fünf-Tage-Woche verbindlich gelten. Den Zugang zur sechsten Urlaubswoche möchte die GPA erleichtern.

Der Großteil der Beschäftigten im Handel sind Frauen. Für diese Beschäftigten ist es üblich, immer wieder zusätzliche Arbeitsstunden zu leisten und Änderungen ihrer Diensteinteilung mit wenig Vorlauf zu erleben.

Wie sich die Personalsituation auswirkt, schilderte Martin Müllauer, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA und Betriebsratsvorsitzender des MORAWA Bucheinzelhandels. Seiner Darstellung nach stehen die Beschäftigten bei immer dünnerer Personaldecke ständig unter Zeitdruck und zunehmender Belastung. Die Anforderungen an sie seien im täglichen Geschäft inzwischen wesentlich gestiegen. Die Folgen bekämen auch Kunden zu spüren: Sie müssten sich länger gedulden und hätten weniger Personen, an die sie sich mit ihren Anliegen wenden könnten.

Am 3. November sollen Arbeitgeberseite und GPA ihre Gespräche fortsetzen.

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