Netzwerk Gesundheitsberufe Tirol vertritt rund 23.000 Fachkräfte

Das Netzwerk ist nun Teil der Tiroler Gesundheitsplattform. Bis 2030 soll die Zahl der Primärversorgungseinheiten von vier auf 16 steigen.
Das Netzwerk Gesundheitsberufe Tirol vertritt nun in der Tiroler Gesundheitsplattform rund 23.000 Fachkräfte aus Psychologie, Psychotherapie, Hebammenwesen, Pflege sowie den gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen.
Zu den vertretenen Berufen zählen unter anderem Biomedizinische Analytik, Diaetologie, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Radiologietechnologie und Orthoptik. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele und Daniela Renn, Sprecherin der Gesundheitsberufe Tirol, stellten das Netzwerk am Mittwoch, 21. Oktober 2026, vor.
Die Tiroler Gesundheitsplattform ist gemeinsam mit der Landes-Zielsteuerungskommission eines der zentralen Organe des Tiroler Gesundheitsfonds. Der Fonds übernimmt wichtige Aufgaben in der Planung, Steuerung und Finanzierung des Tiroler Gesundheitswesens.
Tirol meldet hohe Ausbildungszahlen in den Gesundheitsberufen
In der Pflegeausbildung befinden sich aktuell rund 2.600 Personen, so viele wie noch nie. Bei der Pflegelehre gibt es derzeit 162 Lehrlinge. An der fh gesundheit sind im Studienjahr 2026/27 rund 2.100 Studierende inskribiert, darunter rund 1.400 im Bachelorbereich der Gesundheitsberufe. Die Zahl der Bachelor-Studierenden stieg gegenüber dem Studienjahr 2021/22, als rund 1.300 verzeichnet wurden, um rund acht Prozent. Am Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe erhöhte sich die Zahl der Auszubildenden in Pflege- und medizinischen Assistenzberufen von rund 270 im Jahr 2021 auf über 390 im Jahr 2026.
Daniela Renn verwies auf den Mangel an praktischen Fachausbildungsplätzen für Klinische und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen. Rund 800 Personen befinden sich österreichweit in Fachausbildung, dafür stehen etwa 200 Ausbildungsplätze zur Verfügung, mit sinkender Tendenz. Das Studium Psychotherapie wird seit diesem Semester an sieben österreichischen Standorten angeboten: in Innsbruck, Salzburg, Linz, Graz, Wien, Klagenfurt und Krems.
Tirol will die Zahl der Primärversorgungseinheiten bis 2030 erhöhen
In vernetzten Versorgungsmodellen, etwa in Primärversorgungseinheiten und in Programmen zur integrierten Versorgung, arbeiten unterschiedliche Gesundheitsberufe zusammen. Sie stimmen Diagnostik, Therapie, Pflege und Betreuung ab und begleiten Patientinnen und Patienten möglichst durchgehend. Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 legt den Ausbau der Primärversorgung in Tirol als Schwerpunkt fest.
Derzeit gibt es Primärversorgungseinheiten in Innsbruck, Fulpmes, Telfs und Wörgl. Bis 2030 soll ihre Zahl auf insgesamt 16 steigen. Anfang Oktober endete die Ausschreibung der ÖGK für sechs weitere Standorte: in den Innsbrucker Stadtteilen Amras, Wilten und Dreiheiligen sowie in St. Johann in Tirol, Kufstein und Landeck.
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.