Behörde prüft Verwaltungsstrafverfahren gegen Tankstelle in Tirol
Bild mit KI erstellt Auslöser ist eine Unstimmigkeit bei der Meldung in den Spritpreisrechner der E-Control. Tirolweit fanden bislang 168 Kontrollen statt.
Landeshauptmann Anton Mattle berichtete bei der dritten Sitzung der Preisuntersuchungskommission „Tiroler Sprit-Aufschlag“ von Ermittlungen einer Bezirksverwaltungsbehörde gegen eine Tankstelle in Tirol. Wegen einer Unstimmigkeit bei der Einmeldung in den Spritpreisrechner der E-Control wird geprüft, ob ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet wird. Damit könnten erstmals rechtliche Instrumente greifen.
Mattle hatte die Kontroll-Aktion „scharf“ beim Bund erwirkt. Die Bezirksverwaltungsbehörden wurden nach einem Erlass aus dem Energieministerium angewiesen, den Kontrolldruck zu erhöhen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden prüfen an unterschiedlichen Tagen direkt vor Ort, ob Tankstellen ihre Preise ordnungsgemäß in die Preistransparenzdatenbank der E-Control einmelden. Bislang fanden tirolweit 168 solcher Kontrollen statt.
Tankstellenbetreiber dürfen Preiserhöhungen täglich nur um 12.00 Uhr vornehmen. Preisreduktionen sind jederzeit möglich.
Die Sonderprüfung zeigt erste Erkenntnisse zur Spritpreisbremse
Eine Vorschau auf den Zwischenbericht der E-Control zeigt, dass sich die Großhandelspreise von Diesel und Superbenzin im Vergleich zu vor einem Jahr in etwa verdoppelt haben. Tirol zählt als teuerstes Bundesland. Die Tankstellenbetreiber haben die Spritpreisbremse in Tirol eingehalten. Ihre preisdämpfende Wirkung kommt auch dort an, bei Diesel stärker als im österreichischen Schnitt.
Laut E-Control lässt sich seit der Einsetzung der Preisuntersuchungskommission eine teilweise Reduktion des „Tiroler Sprit-Aufschlags“ ableiten. Von einer nachhaltigen Entspannung könne noch keine Rede sein. Bei den Spritpreisen besteht weiterhin ein West-Ost-Gefälle.
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.



Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.