Techniker machen Wettermessstation am Multereck winterfit

Nach dem Austausch des beschädigten Windrads sind beide Messstationen am Multereck winterfit. Ihre Daten fließen in den täglichen Lawinenlagebericht ein.
Ein Blitzschlag beschädigte eine Wettermessstation am Multereck. Christian Patschok vom Lawinenwarndienst des Landes Steiermark und Johann „Hans“ Stieg, langjähriges Mitglied der Lawinenkommission Tauplitz, machten die Stationen winterfest.
Die beiden Stationen stehen rund 30 Höhenmeter versetzt auf 2.176 Metern Seehöhe über dem Ennstal. Pilot Alex brachte Patschok und Stieg mit einem Helikopter des Typs Airbus H 125 von Niederöblarn in wenigen Minuten hinauf.
Messdaten fließen in den täglichen Lawinenlagebericht
Patschok und Stieg bauten die Reste des alten Windrads ab und setzten ein Ersatzteil ein. Auch der Blitzschutz war heruntergefallen. Eine Messung ergab, dass die Verdrahtung nicht getauscht werden musste. Nach einem kurzen Mobilfunkcheck war die erste Station winterfit, wenig später auch die zweite.
Das neue Windrad zeigte 1,49 Meter pro Sekunde, Südwind und 177 Grad an. Patschok und Stieg befestigten beschädigte Teile mit Kabelbindern und prüften, ob der Schneehöhenmesser Ultraschallwellen aussendet. Die gemessene Schneehöhe betrug null. Im Lawinenhang über PürggTrautenfels bestand keine Gefahr.
Bis zu 180 technische Einrichtungen im steirischen Hochgebirge liefern Wetterdaten, die über das GSM-Netz an GeoSphere Austria gehen. Gemeinsam mit den Vor-Ort-Erkundungen der 42 Lawinenkommissionen bilden sie die Grundlage für den täglichen Lawinenlagebericht. Auf dieser Basis werden Pisten oder Straßen gesperrt und bei Bedarf Lawinen gesprengt.
Früher wurde der Messturm vom Tal aus mit einem Fernglas abgelesen. Bei Nebel oder Schneesturm fehlte der Sichtkontakt. Nach drei oder vier Tagen habe man dann gewusst, dass vier Meter Schnee hinzugekommen waren, erzählte Stieg.
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