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Tirol rät Haushalten zu Vorräten für mindestens eine WocheBild mit KI erstellt

Im Krisenfall können Einkaufsmöglichkeiten und Strom ausfallen. Tirol empfiehlt eine Vorsorge für mindestens eine Woche und investiert in Schutzmaßnahmen.

Im Krisenfall können Stromversorgung, Einkaufsmöglichkeiten oder Verkehrswege vorübergehend eingeschränkt sein. Das Land Tirol empfiehlt deshalb, jeden Haushalt so vorzubereiten, dass er zumindest eine Woche ohne Einkaufen und gegebenenfalls ohne Strom auskommt.

Tirol ist aufgrund seiner alpinen Lage Naturgefahren wie Muren, Lawinen, Hitzewellen, Hochwasser oder Stürmen ausgesetzt. Durch den Klimawandel verändern sich die Rahmenbedingungen, Wetterextreme werden intensiver. Der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober rückt weltweit die Vorsorge und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften in den Mittelpunkt.

Daten der GeoSphere Austria zeigen, dass die Zahl der Hitzetage in Innsbruck seit 1961 langfristig um rund 27 Tage pro Jahr gestiegen ist. Manfred Bauer, Leiter der Regionalstelle Tirol und Vorarlberg der GeoSphere Austria, erklärt, Hitzewellen wie im vergangenen Sommer würden durch den Klimawandel zur neuen Normalität. Kurzzeitiger Starkregen sei heute beispielsweise um 15 Prozent intensiver als früher. Bauer zufolge steigen dadurch die Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturm sowie wegen ausgetrockneter Böden die Probleme bei der Wasserversorgung und die Waldbrandgefahr.

Land Tirol investiert in Waldpflege und Schutzbauten

Mehr als 70 Prozent des Tiroler Waldes erfüllen vorrangig eine Schutzfunktion, etwa vor Steinschlag oder Lawinen. Schutzwälder werden regelmäßig gepflegt, aufgeforstet und klimafit gemacht. Für das Schutzwaldmanagement investiert das Land 2026 18,3 Millionen Euro. Zu den Maßnahmen zählen mehr als 2,5 Millionen Forstpflanzen und Waldpflege auf rund 2.000 Hektar. Ältere Bestände werden abgebaut, damit sich der Schutzwald zeitgerecht und gezielt verjüngen kann.

In den Jahren 2024 bis 2026 flossen rund 44 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen entlang von Landesstraßen. Als Beispiele nennt das Land die Haslachgalerie in Osttirol und die Kanzelgalerie im Bezirk Landeck. Wo der Wald allein nicht ausreichend schützt, kommen technische Maßnahmen gegen Wildbäche, Lawinen oder Steinschlag hinzu. In Tirol gibt es mehr als 45.000 Schutzbauten gegen diese Gefahren. Für deren Errichtung ist insbesondere die Wildbach- und Lawinenverbauung zuständig. Bund und Land Tirol investieren dafür jährlich rund 80 Millionen Euro.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Tirol rund 200 Millionen Euro in den vorbeugenden Hochwasserschutz an Gewässern im Talraum investiert. Rückhalteanlagen, Dämme und Ufersicherungen schützen gefährdete Siedlungsgebiete und Infrastruktureinrichtungen. Mehr als 1.800 besonders relevante Schlüsselbauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung werden jährlich speziell kontrolliert. Allein 2025 wurden mehr als 15.000 Schutzbauwerke bei Begehungen überwacht. Der Wasserbau prüft jedes Jahr rund 600 Kilometer Talgewässer samt Schutzbauwerken auf ihren Zustand.

Im Winter beurteilen die Lawinenkommissionen im ganzen Land laufend die aktuelle Lawinensituation. Auf Grundlage ihrer Einschätzungen können Maßnahmen wie Sperren oder kontrollierte Lawinenauslösungen veranlasst werden. Der Lawinenreport informiert im Winter täglich über die Lawinensituation. In der Wintersaison 2025/26 wurde die Website www.lawinen.report mehr als neun Millionen Mal aufgerufen. Der tägliche Lawinenreport erscheint ab Beginn der Wintersaison, davor gibt es bei Bedarf Blogeinträge.

Land empfiehlt Lebensmittel für den Krisenvorrat

Für den Vorrat eignen sich Lebensmittel, die auch ohne Kochen oder Erwärmen gegessen werden können und lange haltbar, hochwertig sowie leicht verdaulich sind. Sie sollten möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Haltbarkeitsdaten sollten regelmäßig kontrolliert und Vorräte rechtzeitig verbraucht oder erneuert werden. Bei der Bevorratung sind besondere Bedürfnisse zu berücksichtigen, etwa Säuglingsnahrung, Lebensmittel für kranke oder ältere Menschen sowie Tierfutter. Auch ein ausreichender Getränkevorrat ist wichtig. Wasser und Fruchtsäfte in geeigneten Verbundpackungen eignen sich wegen ihrer langen Haltbarkeit.

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