Wien gibt dem WWTF bis 2029 37 Millionen Euro
Bild mit KI erstellt Der Wiener Gemeinderat beschloss die Finanzierung für 2027 bis 2029. Die Vereinbarung sichert die Arbeit des Fonds für weitere drei Jahre ab.
Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) erhält von der Stadt Wien für die Jahre 2027 bis 2029 insgesamt 37 Millionen Euro. Ein entsprechendes Finanzierungsübereinkommen hat der Wiener Gemeinderat am Mittwoch beschlossen. Der Betrag steigt von Jahr zu Jahr: 10,5 Millionen Euro sind für 2027 vorgesehen, 12,5 Millionen Euro für 2028 und 14 Millionen Euro für 2029.
Mit dem Beschluss ist die Arbeit des Fonds für weitere drei Jahre gesichert. Der WWTF stößt am Forschungsstandort Wien innovative Projekte und wissenschaftliche Karrieren an. Weiter läuft auch das Anreizmodell mit einem Matching-Fund: Spenden, die der Fonds einwirbt, sollen damit bis zu einer festgelegten Höhe verdoppelt werden.
Schwerpunkte von Künstlicher Intelligenz bis ME/CFS
Der WWTF ist eine privat-gemeinnützige Forschungsförderorganisation und eine der zentralen Fördereinrichtungen in Wien. In den zwei Finanzierungsperioden seit 2022 waren für Forschungsförderungen insgesamt 55,7 Millionen Euro dotiert.
Geld fließt vor allem in mehrjährige Forschungsprojekte und in Programme, die international herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an Wiener Forschungseinrichtungen holen und dort langfristig halten sollen. Inhaltlich liegt der Fokus auf Lebenswissenschaften, Informations- und Kommunikationstechnologien, Umweltforschung und Sozialwissenschaften. Derzeit setzt der Fonds unter anderem Schwerpunkte bei Künstlicher Intelligenz, Digitalem Humanismus, Gesundheitsvorsorge, ME/CFS und gesellschaftlicher Resilienz. Welche Projekte zum Zug kommen, entscheiden Jurys in wettbewerblichen Verfahren, gestützt auf internationale wissenschaftliche Begutachtungen.
Damit Wien zu einem internationalen Zentrum für Digitalen Humanismus wird, half der WWTF etwa bei der Einrichtung eines interdisziplinären Doktoratskollegs. Außerdem wirkte er am Aufbau des „Center for Digital Humanism Vienna“ mit. Betrieben wird es seit Juli 2026 unter Beteiligung der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien und der Central European University.
Eine umfassende Evaluierung aus dem Jahr 2025 hat die Qualität und Wirksamkeit der Förderarbeit bestätigt. Sie attestierte dem Fonds eine erfolgreiche strategische Ausrichtung und empfahlen, seine Förderprogramme weiterzuentwickeln.
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