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Wien plant flexiblen Wechsel zwischen Cloud und RechenzentrenBild mit KI erstellt

Eine Kubernetes- und Red-Hat-OpenShift-Plattform ist bereits eingeführt, erste Anwendungen laufen produktiv.

Mit der Cloud-Strategie 2026 richtet Wien seine IT-Infrastruktur neu aus. Anwendungen und digitale Services können je nach Anforderungen in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen oder weiterhin in den Rechenzentren der Stadt betrieben werden. Bei der Wahl zählen der konkrete Nutzen für die Menschen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie die langfristige Handlungsfähigkeit der Stadt.

Die Strategie wurde in einem Beteiligungsprozess mit strukturierten Interviews in der IT-Organisation und im Magistrat sowie zwei Workshops mit Fachleuten erarbeitet. Sie führt den bisherigen Wiener Weg fort und passt dessen Grundsätze an veränderte technologische und geopolitische Rahmenbedingungen an. Cloud-Services sollen die städtischen Rechenzentren ergänzen, nicht ersetzen.

Die technische Grundlage ist eine einheitliche Containerplattform auf Basis von Kubernetes und Red Hat OpenShift. Wien Digital hat die Open-Source-Software bereits in die IT-Infrastruktur der Stadt eingeführt. Die Plattform ermöglicht standardisierte Bereitstellung, flexiblere Skalierung und stärker automatisierte Abläufe. Erste Anwendungen sind bereits produktiv in Betrieb.

Wien bereitet Wechselmöglichkeiten für geeignete Anwendungen vor

Ein Ziel der Strategie ist, Anwendungen automatisiert zwischen Cloud-Anbietern und den eigenen Rechenzentren verschieben zu können. Einheitliche Standards, Infrastruktur-Blueprints und automatisierte Prozesse sollen Portabilität, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Multi-Cloud bedeutet dabei nicht, jede Anwendung gleichzeitig bei mehreren Anbietern zu betreiben. Für geeignete Anwendungen bereitet die Stadt belastbare Wechselmöglichkeiten vor.

Bei Cloud-Diensten berücksichtigt Wien unter anderem die Datenverarbeitung im EU- und EWR-Raum, mögliche Zugriffe aus Drittstaaten und die Portabilität. Anforderungen an Datenstandorte, Backups und Supportorganisationen sollen je nach Dienst festgelegt werden. Die Stadt baut außerdem technologische, rechtliche und organisatorische Kompetenzen aus. Wien Digital soll Cloud-Angebote künftig nicht nur beziehen, sondern Plattformen in eine sichere und möglichst anbieterunabhängige Gesamtarchitektur integrieren. Standardisierte Plattformen und automatisierte Abläufe sollen die Entwicklung und Inbetriebnahme digitaler Services verkürzen. Damit will die Stadt schneller verfügbare, verlässliche und benutzerfreundliche Angebote ermöglichen sowie Krisenfestigkeit, Steuerbarkeit und Sicherheit ihrer IT stärken.

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