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KI-Symbolbild: Ein schwarzes Funkgerät liegt vor einer gelben Warnweste.Bild mit KI erstellt

Landesweit sind in Frankreich am Samstag erneut Menschen gegen die hohen Lebenskosten auf die Straße gegangen. In Lyon, Rouen und Nantes kam es zu Spannungen, die Teilnehmerzahl lag zur Mittagszeit unter jener der Vorwoche.

Eine Woche nach der ersten großen Mobilisierung haben in Frankreich am Samstag wieder Tausende gegen die hohen Lebenshaltungskosten demonstriert. Zu den Aufrufen hatten ehemalige Gelbwesten, Gewerkschaften sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende beigetragen. Im Mittelpunkt standen die Preise, vor allem für Treibstoff.

Die Regierung hatte sich auf einen Großeinsatz vorbereitet. Bereits am Freitag kündigte Innenminister Laurent Nuñez an, dass 70.000 Polizisten und Gendarmen im Dienst sein würden.

Weniger Teilnehmer als vor einer Woche

Bis 13 Uhr zählte das Innenministerium im ganzen Land rund 35.000 Demonstrierende. Am Samstag davor waren es zur selben Uhrzeit etwa 60.000 gewesen. Auch bei den Festnahmen meldete Nuñez einen Rückgang: Bis Mittag nahm die Polizei landesweit 135 Personen fest, nach seinen Angaben überwiegend bei Personenkontrollen. Endgültige Zahlen für den ganzen Tag lagen zunächst nicht vor.

Tränengas in mehreren Städten

In Lyon löste die Polizei gegen 14.15 Uhr eine Versammlung von rund tausend Menschen mit Tränengas auf. Auch in Rouen griffen die Einsatzkräfte zu Tränengas, nachdem Demonstrierende in eine von der Präfektur gesperrte Zone gelangt waren. In Nantes zog ein Demonstrationszug trotz Verbots durch einen abgesperrten Bereich der Innenstadt, die Präfektur warnte die Bevölkerung. In Paris blieb es nach Angaben der Behörden weitgehend ruhig.

Mélenchon verlangt Einlenken

Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, der in Paris an der Spitze des Zuges ging, forderte Präsident Emmanuel Macron auf, den Forderungen nachzugeben. Er kündigte zudem an, dass sich die Proteste jede Woche wiederholen würden. Ein konkretes Datum für einen weiteren landesweiten Protesttag nannte er dabei nicht.

Bei der ersten Mobilisierung am 17. Oktober war es zu schweren Ausschreitungen gekommen, bei denen zahlreiche Geschäfte beschädigt wurden.

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