Bombendrohungen in Europa waren nach ersten Informationen nicht echt
KI-Bild Nach ersten Informationen waren die Drohungen nicht echt. In Wien-Schwechat waren vier Flugverbindungen betroffen.
Am Donnerstag gingen europaweit Drohungen ein, die sich gegen rund 20 Flüge richteten. Erste Informationen deuteten darauf hin, dass die Drohungen nicht echt waren.
Die Mehrzahl der Verbindungen stand in Zusammenhang mit Italien, Bulgarien und Tschechien. Einige Maschinen mussten rasch eine andere Fluglinie nehmen oder flogen zeitweise unter dem Schutz von Jagdflugzeugen. Alle betroffenen Flugzeuge landeten wohlbehalten. Ein entsprechender Fall in Österreich ging den später bekannt gewordenen Drohungen gegen Flüge in Italien und Frankreich voraus.
Wien-Schwechat blieb ohne größere Flugstörungen
Per E-Mail gingen am Flughafen Wien-Schwechat Drohungen gegen vier Flugverbindungen ein. Ein akuter Gefahrenhinweis veranlasste den Airbus A321 von Wizz Air, seine Verbindung von Mailand-Malpensa nach Warschau mit einem außerplanmäßigen Aufenthalt in Wien zu unterbrechen.
Bei der Durchsuchung des Jets fanden Sicherheitskräfte keine verdächtigen Gegenstände. Noch am Vormittag setzte die Maschine ihre Reise fort. Auch ein Finnair-Flug von Helsinki nach Wien war Ziel einer Drohung. Jettime betrieb die Verbindung, die zur vorgesehenen Zeit in Schwechat ankam. Auch nach dem Vorfall lief der Betrieb am Flughafen Wien normal weiter, ohne dass es zu erheblichen Verspätungen oder anderen wesentlichen Beeinträchtigungen kam.
Die an den Flughafen Sofia gerichteten Drohbriefe stellten Sprengsätze in Terminals und Flugzeugen als bereits vorhanden dar. Auch italienische Behörden in Rom erhielten ähnlich lautende Schreiben in gebrochenem Italienisch.
Die Verfasser der Schreiben an den Flughafen Sofia wandten sich in einer Botschaft gegen eine feministisch geprägte Herrschaft. Die Absender bezeichneten sich darin als Kämpfer des „Männerstaats“. Ob die Gruppierung tatsächlich hinter den Drohungen stand oder andere Täter ihren Namen verwendeten, war noch offen. Mit dieser Frage befassten sich Sicherheitsbehörden auf länderübergreifender Ebene.
Der „Männerstaat“ hat seinen Ursprung in Russland und gilt als Gruppierung, die den Feminismus extrem ablehnt. Russlands Krieg gegen die Ukraine findet bei der Gruppe offene Zustimmung, sie hat mehrere tausend Anhänger und ist vorwiegend im Internet aktiv.
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