Constantia fertigt in Weinburg Aluminiumfolien für Batterien

Die industrielle Fertigung läuft bereits, und erste europäische Hersteller aus der Elektromobilität zählen zu Constantias Kunden.
Constantia Flexibles erweitert sein Geschäft unter der Marke energon um Batteriematerialien. Zu den Abnehmern zählen bereits erste Produzenten aus Europa, die im Elektromobilitätssektor tätig sind. Zugleich ist die Fertigung im industriellen Maßstab angelaufen.
Das Angebot umfasst Kathodenfolien und sogenannte Pouch-Zell-Laminate. Die Laminate erzeugt Constantia Patz in Loipersbach, Niederösterreich. Von Constantia Teich in Weinburg stammen die Aluminiumfolien. Kathodenfolien und Pouch-Zell-Laminate zählen zu den wesentlichen Komponenten von Batterien. Die Folien werden unter anderem in Fahrzeugen mit Elektroantrieb, in Anlagen, die Energie speichern, und in Elektronikprodukten verwendet.
Seit Jahrzehnten verfügt das Unternehmen über Erfahrung in der Verarbeitung von Aluminium und der Herstellung biegsamer Verpackungen. Auf dieser Erfahrung beruht die technische Ausrichtung des neuen Geschäftsfelds. In den vergangenen fünf Jahren fanden Entwicklungs- und Qualifizierungsarbeiten für die neue Geschäftssparte statt. Für eine Vergrößerung und technische Erneuerung des Standorts Weinburg wurden in den vergangenen Jahren insgesamt 80 Millionen Euro aufgewendet.
Nach Einschätzung von Constantia Flexibles kann die neue Sparte Europas Abhängigkeit von Lieferketten aus Asien verringern. Zugleich könnte sie die Batterieproduktion in Europa stärken. Außerhalb Asiens ist Constantia Flexibles derzeit allein in der Lage, Pouch-Zell-Laminate am Markt anzubieten, deren Qualifizierung abgeschlossen und Tests durchgeführt sind.
Constantia Teich beliefert die Lebensmittel-, Genussmittel- und Pharmaindustrie. Am Standort arbeiten mehr als 1.000 Menschen. Das Werk ist das umsatzstärkste der Constantia-Flexibles-Gruppe, ihr einziges eigenes Aluminiumwalzwerk und weltweit führend bei Aluminiumdeckeln. In den vergangenen Jahren wurden 50 Millionen Euro in die Erweiterung des Walzwerks II und weitere 30 Millionen Euro in eine neue Lackieranlage investiert.
Mikl-Leitner fordert weniger Bürokratie und bessere Investitionsanreize
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner informierte sich bei Wolfgang Kitzler, EVP Aluminum Division von Constantia Flexibles und Geschäftsführer von Constantia Teich, sowie bei André Manuel Ammon, Geschäftsführer Constantia Teich, über die Entwicklungen. Mikl-Leitner verwies auf die Taskforce Wirtschaft des Landes, die Genehmigungen beschleunigt, und forderte vom Bund weniger Bürokratie, niedrigere Lohnnebenkosten und bessere Anreize für Investitionen.
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