Dr. Richard und N-Bus erhalten Zuschlag für 19 Buslinien im Wienerwald
KI-Bild Die Verkehrsverträge beginnen im August 2027. Bis dahin werden die neuen Fahrpläne ausgearbeitet und bekanntgegeben.
Für 19 Regionalbuslinien in der Region Wienerwald hat die NÖVOG nach einem europaweit angelegten Vergabeverfahren neue Betreiber bestimmt. Die Angebote von Dr. Richard und N-Bus setzten sich im Verfahren durch. Die Verkehrsverträge beginnen im August 2027.
Das Netz erschließt 13 Gemeinden in einem Raum zwischen Wien, Sieghartskirchen, Tulln, Neulengbach und Hainfeld. 13 Gemeinden sind Teil des Verkehrsgebiets: Hainfeld, Neustift-Innermanzing, Brand-Laaben, Neulengbach, Altlengbach, Maria Anzbach, Eichgraben, Asperhofen, Sieghartskirchen, Pressbaum, Tullnerbach, Gablitz und Purkersdorf. Ohne Wien gerechnet, leben im Verkehrsgebiet rund 63.000 Menschen.
Bei der Überarbeitung wurde das bestehende Angebot so verändert, dass es besser zur Art passt, wie die Fahrgäste die Busse in Anspruch nehmen. Die Regionalbusse legen pro Jahr rund 2,2 Millionen Kilometer zurück. Das Land Niederösterreich wendet für das Angebot rund 9,3 Millionen Euro pro Jahr auf. Die Busse übernehmen sowohl Fahrten zwischen den Gemeinden als auch wichtige Wege nach Wien, in umliegende Regionen und zu Schulstandorten.
Bis zum Betriebsbeginn im August 2027 soll feststehen, wie die einzelnen Fahrten verlaufen, und die Fahrpläne sollen bekanntgegeben werden.
Integrierter Verkehr für 2030 ist vorgesehen
Niederösterreichs Verkehrslandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer kündigte an, das Angebot des öffentlichen Verkehrs in Wienerwald und Tullnerfeld in einer späteren Phase deutlich zu vergrößern. Für 2030 ist der Betriebsbeginn eines auf LEOpoldi Regionalbussen und leoPOLDI Anrufsammeltaxis beruhenden Gesamtsystems des öffentlichen Verkehrs angestrebt. Das Land sieht die aktuelle „Zwischenausschreibung“ als Anstoß für die künftige Entwicklung in beiden Regionen.
Der jetzige Auftrag soll voraussichtlich Mitte 2030 auslaufen, zeitgleich mit dem laufenden Vertrag in der benachbarten Region Tullnerfeld. Danach wäre eine Zusammenführung der beiden Regionen möglich. Eine regionsübergreifende Verkehrsplanung kann dann Fahrgastströme besser berücksichtigen, etwa in Richtung Tulln/Tullnerfeld oder umgekehrt nach Wien Hütteldorf.
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