Österreich verzeichnet im Oktober 40 Prozent weniger Niederschlag
KI-Bild Im Oktober lag der Niederschlag in Österreich 40 Prozent unter dem Klimamittel. Seit Jahresbeginn fehlen rund 320 Millimeter pro Quadratmeter.
Österreichs Flächenmittel lag beim Niederschlag im Oktober 40 Prozent unter dem Klimamittel. Der Niederschlagsrückstand summierte sich seit Jahresbeginn auf rund 320 Millimeter pro Quadratmeter und entsprach damit etwa einem Drittel des üblichen Niederschlags. Hält dieser Abstand bis zum Jahresende an, könnte 2026 in der Messgeschichte das Jahr mit den niedrigsten Niederschlagswerten werden.
Die Niederschlagsmengen sanken am stärksten in Niederösterreichs Osthälfte, in Wien und im Burgenland sowie in Unterkärnten und im steirischen Gebiet südlich der Enns. Dort lag das Minus bei 50 bis 70 Prozent. In einem breiten Gebiet zwischen der Koralpe und dem südlichen Wiener Becken lag der Niederschlag am weitesten unter dem Klimamittel, nämlich um 70 bis 85 Prozent. Im Oktober kamen in Retz neun Millimeter Niederschlag zusammen. Damit blieb die Menge dort um 74 Prozent unter dem Klimamittel. Am Schöckl bei Graz waren es zehn Millimeter und ein Minus von 87 Prozent.
Der Oktober brachte mehr Wärme und Sonnenschein
Die österreichische Durchschnittstemperatur lag um 1,0 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Die Temperatur lag österreichweit an sieben Sommertagen bei mindestens 25 Grad. Im langjährigen Mittel sind es drei.
Wieselburg in Niederösterreich verzeichnete am 1. Oktober mit 27,8 Grad den höchsten Messwert des Monats. Die Messstation lag auf 259 Metern Seehöhe. Minus acht Grad zeigte am 23. Oktober eine Messstation in Liebenau an. Liebenau ist der Ort des Landes, an dem Menschen unter den niedrigsten Temperaturen leben. Liebenau liegt auf 846 Metern Seehöhe.
Im österreichischen Flächenmittel kamen im Oktober 137 Sonnenstunden zusammen. Das waren 21 Stunden mehr als im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber dem Klimamittel zeigte sich die Sonne im Burgenland, in Teilen der Oststeiermark und vom Innviertel bis ins Weinviertel um 25 bis 50 Prozent öfter. Im Waldviertel und in Teilen des Weinviertels waren es 50 bis 70 Prozent mehr. Sonniger als 2026 war ein Oktober zuletzt 2021.
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