VIVET-Trägerverein beantragt Konkursverfahren in Wiener Neustadt
KI-Bild Das Insolvenzgericht hat das beantragte Verfahren noch nicht eröffnet. Die Gläubigerforderungen belaufen sich auf rund 132.000 Euro.
Der Verein zur Förderung der VIVET Privatschule Sektion Wiener Neustadt hat beim Landesgericht Wiener Neustadt einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Bislang ist es nicht zur Eröffnung gekommen.
Der Verein betreibt die Privatschule unter der Schulbezeichnung VIVET Privatschule. Im Schulalltag standen ein familiär geprägtes Miteinander und eine auf den Einzelnen abgestimmte Förderung im Vordergrund. Der Unterricht war in Module gegliedert. Neben dem Unterricht umfasste das Angebot auch Betreuung sowie weitere Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten. Seit dem Herbst 2020 besteht die Schule. Anfangs zählte sie 14 Schülerinnen und Schüler, in den darauffolgenden Jahren waren es rund 60.
Als Ursache der Insolvenz nennt die Antragstellerin ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Nach dem Wechsel an einen geräumigeren Standort lief der Schulbetrieb in der Anfangszeit gut. Mehrere Wechsel im Lehrkräfteteam hätten im Unterrichtsjahr 2025/2026 bei Teilen der Elternschaft für Verunsicherung gesorgt. Auch eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Schulgründerin Prof. Mag. Claudia Adrigan-Lang habe die Lage weiter belastet. Danach hätten mehr Schülerinnen und Schüler ihre Anmeldung an der Schule zurückgezogen, vor allem kurz vor den Herbstferien 2026. Die geringeren Anmeldezahlen hätten die Einnahmen spürbar geschmälert. Damit sei die Erfüllung der laufenden Verpflichtungen schließlich nicht mehr möglich gewesen.
Die aktuelle Belegschaft umfasst zehn Dienstnehmer, darunter neun Pädagogen und eine Assistenzkraft. Besonderen Schutz genießt keines der Dienstverhältnisse. Außerdem gibt es keinen Betriebsrat. Dienstnehmeransprüche sind bis einschließlich September 2026 bezahlt. Die Gläubigerforderungen belaufen sich auf rund 132.000 Euro. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, öffentlichen Stellen und Banken. Der Verein verfügt über kein Liegenschaftsvermögen. Zu den Aktiva zählen insbesondere Schul- und Unterrichtsausstattungen. Deren Art und Umfang sollen im gerichtlichen Verfahren geprüft werden. Eine Fortführung wird nicht angestrebt. Mit dem künftig zu bestellenden Masseverwalter soll kurzfristig die Schließung des Betriebs erörtert werden. Forderungsanmeldungen können bereits über den AKV erfolgen.
Fehler entdeckt? So gehen wir mit Fehlern um
Lass Deine Reaktion da
Beitrag melden
Wähle einen Grund aus und beschreibe, was nicht passt oder neu dazugekommen ist.
Foto oder Video senden
Sende der Redaktion ergänzende Bilder oder ein Video zum Beitrag. Videos werden in der Redaktion geprüft und nicht automatisch veröffentlicht.
Kommentare
Die Reihenfolge berücksichtigt Likes, Dislikes, Antworten und Aktualität.
Öffne diesen Beitrag in der Nachrichten.jetzt-App und schreib Deine Meinung dazu.
Die App ist kostenlos für iPhone und Android verfügbar.
Am Laptop zeigt Dir der Button einen QR-Code für den passenden App-Store.