Vorarbeiten für Innbrücke in Wiesing beginnen mit Baustraßen

Die Vorarbeiten für die neue Innbrücke in Wiesing haben begonnen. Bei Vor- und Hauptarbeiten werden keine Verkehrsbehinderungen erwartet.
Die Vorarbeiten für die neue Innbrücke in Wiesing haben im Oktober begonnen. Im Mittelpunkt stehen Baustraßen für die späteren Fundamente im Uferbereich des Inns. Im Nordwesten und Nordosten des Baufelds sind dafür zwei Zufahrtswege mit einer Gesamtlänge von rund 1.600 Metern erforderlich. Über sie sollen die vorgesehenen Standorte der Brückenpfeiler erreicht werden.
Die Zufahrten dienen der Baustellenlogistik, etwa für Baustellenfahrzeuge und Baumaschinen. Die Vorarbeiten dauern voraussichtlich rund drei Monate. Die vorbereitenden Maßnahmen sollen vor Weihnachten abgeschlossen sein, die Hauptarbeiten an der Brücke im Frühjahr 2027 beginnen.
Ein Teil der Arbeiten findet in unmittelbarer Nähe zur ÖBB-Bahnstrecke statt. Dafür sind Abstimmung und Rücksichtnahme auf den Bahnbetrieb erforderlich. Der bestehende Radweg im Nordwesten wird vorübergehend auf rund 300 Metern verlegt. Für die Baustraßen sind außerdem vorübergehende Rodungen nötig. Ein Großteil der Flächen soll nach den Bauarbeiten wieder aufgeforstet werden. Mit Ausnahme der Baustraße im Nordosten werden die Baustraßen nach Fertigstellung der neuen Innbrücke rückgebaut.
Verkehrsbehinderungen werden weder während der Vorarbeiten noch bei den Hauptarbeiten erwartet. Der Verkehr wird wie bisher über die bestehende Brücke geführt. Die neue Innbrücke ist ein Kernelement der Erneuerung der Autobahn-Anschlussstelle Wiesing. Dazu gehören auch ein neuer Kreisverkehr südlich der Autobahn und eine zusätzliche Auffahrtsspur vom Zillertal auf die A 12 Richtung Kufstein. Straßenbaureferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler zufolge sollen die Brücke und der Kreisverkehr die Sicherheit erhöhen, den Verkehrsfluss verbessern und Stau- und Wartezeiten im talauswärts fahrenden Verkehr im Zillertal verringern.
Das Land Tirol setzt das Projekt gemeinsam mit der ASFiNAG um. Die Gesamtkosten liegen nach aktuellem Planungsstand bei rund 54 Millionen Euro. Geisler bezeichnete den Umbau der Anschlussstelle als Teil eines Mobilitätspakets, das auch die Elektrifizierung und Attraktivierung der Zillertalbahn sowie die Umfahrung Fügen beinhaltet. Die Bauleitung für die Vorarbeiten liegt beim Baubezirksamt Innsbruck, die Projektleitung bei der Landesbaudirektion.
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