Wien gedenkt sechs Jahre nach Terroranschlag der vier Todesopfer

Am Desider-Friedmann-Platz gedachten Vertreter der Republik, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden der Todesopfer, Verletzten und Betroffenen.
2026 fiel der Jahrestag des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt auf den 2. November, sechs Jahre nach der Tat. Das Gedenken am Desider-Friedmann-Platz umfasste die vier Todesopfer ebenso wie die zahlreichen Verletzten und Betroffenen. Daran beteiligten sich Vertreter der Republik Österreich, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden. Zum Gedenken legten die Teilnehmer gemeinsam einen Kranz nieder und verharrten in Besinnung.
Unter den Teilnehmern waren Vizekanzler Andreas Babler, Innenminister Gerhard Karner, Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig, Staatssekretär Jörg Leichtfried, Bundespolizeidirektor Michael Takács und Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.
Politiker sprechen über Opferhilfe und Zusammenhalt
Babler verwies auf die Modernisierung des Verbrechensopfergesetzes: „Mit der Modernisierung des Verbrechensopfergesetzes setzen wir konkrete Verbesserungen um – von höheren Entschädigungsleistungen bis zu mehr Unterstützung bei psychischen Belastungen.“ Karner sagte, der Anschlag habe Weiterentwicklungen in der Polizeiorganisation und beim Verfassungsschutz angestoßen: „Dieser furchtbare Anschlag war aber auch der Beginn zahlreicher Weiterentwicklungen, sowohl in der Polizeiorganisation wie auch beim Verfassungsschutz.“
Staatssekretär Jörg Leichtfried bezeichnete das Gedenken als Aufruf, gemeinsame Werte zu verteidigen: „Gleichzeitig ist dieser traurige Anlass einmal mehr ein Aufruf an uns alle, die Werte zu verteidigen, die uns ausmachen und verbinden: Menschlichkeit, Solidarität, Zusammenhalt.“ Bildungsminister Christoph Wiederkehr sagte: „Gedenken bedeutet aber auch, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Hilfe zu leisten.“
Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig erklärte, er setze sich für ein friedliches Zusammenleben der Religionen ein. Den Wiener Religionsrat habe er geschaffen, damit die Religionsgemeinschaften einander besser verstünden und miteinander ins Gespräch kämen.
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