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KI-generiertes Bild: Ein Blatt Papier mit Tauben- und Verkehrssymbolen liegt neben einem Stift auf einem Holztisch.KI-Bild

Der Ausschuss behandelte im Wiener Rathaus drei Petitionen zu Tauben und Verkehr. Die Empfehlungen werden erst in einer nicht öffentlichen Sitzung beschlossen.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • Der Petitionsausschuss behandelte im Wiener Rathaus drei Anliegen zu Tauben und Verkehr.
  • Die Petition hält nach internationalen Erfahrungen 30 bis 40 Taubenbehausungen für nötig.
  • Die Empfehlungen werden in der nächsten nicht öffentlichen Sitzung beschlossen.

Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen tagte am Mittwoch, 4. November 2026, öffentlich im Wiener Rathaus. Auf der Tagesordnung standen drei Petitionen: zum Stadttaubenmanagement, zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Liesing und zur Verkehrsverbindung in der Währinger Straße.

Anne Eck und Madeleine Petrovic kamen in Vertretung der Petitionseinbringerin Johanna Zamernik vor den Ausschuss. Ihre Petition verlangt, dass das Ausbringen artgerechten Körnerfutters für Stadttauben nicht automatisch als Verunreinigung im Sinne des Wiener Reinhaltegesetzes gelten dürfe, wenn Rückstände unverzüglich beseitigt würden. Sie fordert außerdem den weiteren Ausbau eines nachhaltigen und tierschutzgerechten Stadttaubenmanagements in Wien, unter anderem mit betreuten Taubenbehausungen, kontrollierten Futterstellen, Eiertauschprogrammen und öffentlicher Aufklärung.

Derzeit gebe es in Wien vier betreute Taubenbehausungen. Nach internationalen Erfahrungen seien 30 bis 40 nötig, zumindest aber eine in jedem Wiener Bezirk, so das Verlangen. Die Stadt solle Verantwortung für geschätzte 50.000 bis 60.000 Tauben übernehmen und nicht Menschen „bestrafen“, die die Tiere derzeit ehrenamtlich versorgen. Ziel sei eine nachhaltige Regulierung der Stadttaubenpopulation zu einer gesunden und kleineren Population, etwa durch systematischen Eiertausch statt bloßer Symptombekämpfung. Die Petition verlangt eine langfristige Versorgung der Tauben durch verstärkte Zusammenarbeit der Stadt Wien mit Tierschutzorganisationen. Bis ausreichend Taubenbehausungen aufgestellt seien, solle es eine Übergangslösung für jene geben, die Stadttauben mit artgerechtem Futter versorgen. Mangelnde Versorgung könne ebenso wie Überfütterung hygienische Probleme in der Stadt verursachen, wird in der Petition ausgeführt.

Petition fordert Rufbus und bessere Anbindung in Liesing

Die Petition verlangt, dass der 23. Bezirk besser an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen wird. Vor allem abseits von S- und U-Bahn-Stationen sei das Angebot unzureichend. Schlecht angebundene Bereiche, vor allem Mauer, Kalksburg und Rodaun, sollten in die Verkehrsplanung einbezogen werden. Im Idealfall solle ein Rufbus im ganzen Bezirk fahren.

Der Wien-Mobil-Hüpfer der Wiener Linien, ein flexibel buchbarer Rufbus, wurde vor einem Jahr eingestellt. Als Grund dafür hätten die Wiener Linien die geringe Nachfrage genannt. In der Donaustadt werde das System zugleich erfolgreich betrieben, weil dort die Betriebszeiten länger und das Buchungssystem benutzerfreundlicher seien. Die Petition fordert, dieses System in Liesing zu übernehmen.

Währinger Petition warnt vor mehr Verkehr in Seitengassen

Petitionseinbringer Dieter-Heinz Granser trug dem Ausschuss die Anliegen zur Währinger Straße vor. Die Straße sei eine zentrale Verkehrsachse des Bezirks. Zu den Hauptanliegen zählten die Lebensqualität und Verkehrssicherheit der Währinger Bevölkerung sowie ein sorgsamer Umgang mit den finanziellen Mitteln des Bezirks. Die Petition befürchtet, eine geplante Fußgängerzone am Aumannplatz zwischen Klostergasse und Vinzenzgasse könnte den Individualverkehr in Seitengassen verdrängen, den öffentlichen Verkehr zusätzlich belasten und neue Gefahrenpunkte auf Schulwegen schaffen. Auch eine Bündelung des Verkehrs in der Gentzgasse vor dem Pflege- und Senior*innenwohnheim Carolusheim sowie eine Verlagerung des motorisierten Verkehrs in benachbarte Gassen werden befürchtet.

Die Petition verlangt den Erhalt einer Fahrspur und der Abbiegemöglichkeit Richtung Lazaristengasse. Damit solle die direkte und effiziente Erreichbarkeit der Inneren Stadt nach Pötzleinsdorf ohne unnötige Umwege erhalten bleiben. Außerdem fordert sie die vollständige Offenlegung der Planungsgrundlagen, Gutachten und Entscheidungsprozesse sowie eine nachvollziehbare Berücksichtigung bisheriger Beteiligungsergebnisse. Die Umsetzung solle nur mit gesicherter Finanzierung erfolgen, der Bezirk keine zusätzliche Verschuldung eingehen und vorhandene Mittel sollten zuerst Aufgabenbereichen wie der Bildung zugutekommen. Der Petitionseinbringer begrüßte ausdrücklich Begrünungsmaßnahmen, die Neugestaltung des Norbert-Liebermann-Parks und eine öffentliche WC-Anlage am Aumannplatz.

Empfehlungen folgen nach nicht öffentlicher Beratung

Die nächste öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses findet voraussichtlich am Freitag, 6. November 2026, um 13 Uhr im Rathaus statt. Die Empfehlungen zu den drei behandelten Petitionen werden in der nächsten nicht öffentlichen Sitzung beschlossen und danach den Einbringer*innen schriftlich mitgeteilt.

Der Petitionsausschuss besteht seit 2013 und setzt sich aus Gemeinderät*innen aller im Wiener Gemeinderat vertretenen Fraktionen zusammen. Wiener*innen können unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit Anliegen einbringen, wenn sie das 16. Lebensjahr vollendet haben. Ab 500 Unterstützer*innen werden Petitionen im Ausschuss behandelt. Bisher eingebrachte Petitionen sind unter www.petitionen.wien.gv.at abrufbar. Dort können Petitionen mit ID Austria online unterstützt oder eingebracht werden.

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