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KI-generiertes Bild: Ein Laptop zeigt eine leuchtende Grafik mit Roboter-Symbol und weiteren Piktogrammen.KI-Bild

Die WKÖ kritisiert fehlende Zeitpläne, Finanzierung und überprüfbare Ziele in der KI-Strategie und verlangt mehr Unterstützung für Schulen.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hält fest, dass die KI-Strategie des Bildungsministeriums wesentliche Fragen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz an Schulen aufgreift. Aus Sicht der WKÖ fehlen jedoch konkrete Zeitpläne, eine nachvollziehbare Finanzierung und überprüfbare Ziele. Auch veränderte Anforderungen in Ausbildung und Berufsausübung müssten stärker berücksichtigt werden.

Melina Schneider-Lugger, Leiterin der Abteilung für Bildungspolitik in der WKÖ, betont: „Die Strategie beschreibt viele Aufgaben zutreffend. Entscheidend ist aber, wie daraus konkrete Verbesserungen im Unterricht werden. Schulen brauchen Klarheit darüber, welche Kompetenzen vermittelt werden sollen, welche Anwendungen zur Verfügung stehen und welche Unterstützung sie erhalten.“

WKÖ verlangt klare Lernziele und mehr Praxisbezug

Lesen, Schreiben, Rechnen und fachliches Verständnis bleiben laut WKÖ Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungsweg und Berufseinstieg. Der Einsatz von KI müsse den Aufbau dieser Grundkompetenzen unterstützen und an seiner tatsächlichen Lernwirkung gemessen werden. Dafür verlangt die WKÖ konkrete Lernziele und aussagekräftige Leistungsnachweise, die eigenständige Fähigkeiten ebenso sichtbar machen wie den kompetenten Einsatz von KI.

Die KI-Strategie sieht einen Austausch mit der Arbeitswelt vor. Wie dieser organisiert wird und wie rasch Erkenntnisse in den Schulen ankommen, müsse noch konkretisiert werden. Die WKÖ spricht sich dafür aus, die Perspektive der Wirtschaft regelmäßig in die Weiterentwicklung von Kompetenzanforderungen einzubeziehen. Lehrpläne, Unterrichtsmaterialien und die Fortbildung des Lehrpersonals müssten mit den Veränderungen beruflicher Aufgaben Schritt halten.

Besondere Aufmerksamkeit verlangt die WKÖ für Berufsschulen sowie berufsbildende mittlere und höhere Schulen. In der dualen Ausbildung müssten schulische und betriebliche Ausbildungsinhalte aufeinander abgestimmt werden. Bei der Qualifizierung von Lehrpersonen und Schulleitungen fordert die WKÖ verbindliche Kompetenzziele, praxisnahe Fortbildungen in ausreichendem Maß und Zeit für die Anwendung im Unterricht. Eine klare rechtliche Orientierung soll verhindern, dass jeder Schulstandort dieselben Fragen allein lösen muss. Berufsschulen sollten außerdem Zugang zum Marktplatz Lernapps erhalten.

WKÖ fordert einen konkreten Umsetzungsplan

Für eine Entlastung der Verwaltung spricht sich die WKÖ dafür aus, zuerst Aufgaben und Abläufe zu vereinfachen sowie Mehrfacherfassungen und unnötige Berichtspflichten zu beseitigen. Ob KI tatsächlich entlastet, müsse auch unter Berücksichtigung des zusätzlichen Schulungs-, Prüf- und Betreuungsaufwands bewertet werden. Schneider-Lugger fordert einen Umsetzungsplan mit Zuständigkeiten, Ressourcen und überprüfbaren Ergebnissen. Maßstab solle sein, ob junge Menschen besser beim Kompetenzerwerb unterstützt und auf Ausbildung und Beruf vorbereitet werden.

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